Vor fast 100 Jahren gründete Pfarrer Peter Limberg 1917 auf der Grundlage der genossenschaftlichen Prinzipien von Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung die Pax Spar- und Darlehenskasse.

Begleiten Sie uns auf eine Reise in die Vergangenheit der Pax-Bank:

Vorgeschichte und Gründung (1905-1917)

15.7.1916
Der Vorsitzende des "PAX Vereins von katholischen Priestern Deutschlands", Pfarrer Peter Limberg, trägt dem Kölner Erzbischof von Hartmann seine Idee zur Errichtung einer eigenständigen Spar- und Darlehenskasse vor.

Der Kardinal bittet Pfarrer Limberg, ein Gründungspapier zu verfassen, welches in die Fuldaer Bischofskonferenz eingebracht werden soll.

29.8.1916
Ablehnung des Antrags "aus triftigem Grund".

3.8.1917
Erneutes Gesuch an das deutsche Episkopat. Zwischenzeitlich wurde mit Bischöflicher Genehmigung der "Verband katholischer Ökonomiepfarrer Bayerns" - die heutige LIGA-Bank - in Regensburg errichtet.

29.8.1917
Kardinal von Hartmann teilt in einem Brief Pfarrer Limberg mit, dass die Bischofskonferenz unter Beschluss Nr. 48 der Kassengründung zugestimmt hat.

18.10.1917
Gründungsversammlung im "Bürgerverein zu Cöln": Der Generalsekretär der Pax-Vereinigung, Joseph Cuypers, wird zum ersten Vorstandsvorsitzenden der "Pax Spar- und Darlehenskasse" bestimmt. Die Versammlung wählt den Aufsichtsrat und verabschiedet die Gründungssatzung.

11.12.1917
Die Bank tritt dem Verband Rheinischer Landwirtschaftlicher Genossenschaften bei.

Weltkrieg und Inflation (1917-1924)

31.12.1917
Das Genossenschaftsregister verzeichnet 53 Mitglieder, die 126 Anteile halten. Erstes Mitglied ist Msgr. Dr. Bernhard Beckschäfer, Domkapitular in Osnabrück und engagierter Förderer der Pax-Bank.

15.4.1920
Lic-theol. Heinrich Neuefeind tritt die Nachfolge des verstorbenen Vorstandsvorsitzenden J. Cuypers an.

31.12.1923
Die galoppierende Inflation treibt die Bilanzsumme auf 341 247 910 000000.- Mark. Ein Jahr später beträgt sie nach Einführung der Reichsmark nur noch 44691,67 RM.

Stabilität und Wachstum (1925-1933)

1.10.1929
Der Giroverkehr wächst. Zur Vereinfachung der Überweisungen und Barsendungen werden besondere Vordrucke entwickelt. Konfratres können nun auch für "Haushälterinnen, Schwestern und sonstige Familienmitglieder" ein Sparkonto errichten.

25.10.1929
Der Schwarze Freitag an der New Yorker Wall Street löst die erste Weltwirtschaftskrise aus.

1932
Die Pax Spar- und Darlehenkasse ist von der deutschen Bankenkrise nicht betroffen. Der Revisor bestätigt, dass die "Rentabilität sowie Liquidität unter der Abnahme des Einlagenverkehrs nicht gelitten hat".

Zweiter Weltkrieg (1933-1945)

10.4.1940
Prälat Limberg tritt mit 82 Jahren vom Vorstandsvorsitz zurück und wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

7./8.7.1941
Ein Luftangriff trifft das Haus der Pax-Bank in der Steinfeldergasse und vernichtet Unterlagen, Dokumente und Protokolle der ersten Jahrzehnte. Ein Büro am Hansaring 85 in Köln dient bis 1944 als Provisorium.

12.5.1942
Im silbernen Jubiläumsjahr wird trotz der Kriegswirren ein Reingewinn von 7800,- Reichsmark erwirtschaftet. Die Bank zahlt eine Dividende von 5%.

31.12.1944
Seit 10 Jahren bleibt die Mitgliederzahl konstant. 557 Genossen halten 883 Geschäftsanteile. In der Schlussphase des Krieges verlegt die Bank ihren Sitz in das Pax-Erholungsheim im französisch besetzten Unkel.

Wiederaufbau und Konsolidierung (1945-1957)

21.6.1948
Die DM ist geboren! Das Volumen der Eröffnungsbilanz beträgt 296672,59 DM . Im laufenden Geschäftsjahr können 300 neueMitglieder für die Idee der Pax-Bank gewonnen werden.

1.4.1950
Mit Peter Hahn beginnt die Pax-Bank, junge Bankkaufleute auszubilden.

1952
Die D-Mark stabilisiert sich. Neben Einzelpersonen und Kirchengemeinden bietet die Pax-Bank nun auch Klöstern, Kinderheimen und Krankenhäusern ihre Bankdienste an.

30.6.1953
Msgr. Paul Hermesdorf wird in den Aufsichtsrat gewählt. Er begleitet die Pax-Bank fast 30 Jahre. Leidenschaftlich wirbt er bei seinen Konfratres um neue Mitglieder für die Kreditgenossenschaft.

1.4.1957
Peter van den Brock beginnt als Lehrling bei der Pax-Bank. Er durchläuft viele Stationen und war bis zum Jahr 2007 in Köln beschäftigt. Er hatte zuletzt den Posten als Direktor inne und leitete viele Jahre das Wertpapiergeschäft der Bank.

Aufschwung und Expansion (1958-1977)

1.1.1958
Die Pax-Bank bezieht die neuen Räume in der Steinfeldergasse 13.

1.10.1958
Mit der Gründung des Bistums Essen wird eine Filiale im Ruhrbistum errichtet. Im selben Monat folgt eine weitere Filialeröffnung im Bistum Aachen. Für die erfolgreichen Aufbaujahre zeichnen sich Walter Patt in Essen und Joseph Franzen in Aachen verantwortlich.

18.10.1967
Zum 50-jährigen Jubiläum firmiert die Pax Spar- und Darlehenkasse eGmbH in Pax-Bank eG um.

31.12.1968
Die Bilanzsumme übersteigt erstmals die 50 Millionen DM-Grenze.

20.3.1968
Grundsteinlegung des Neubaus in der Steinfelder Gasse 20-22.

1976
Ernennung des Ehrendechanten Heribert Schmitz zum Aufsichtsratsvorsitzenden.

Auf dem Weg zur Universalbank (1978- 1999)

1.12.1977
Das Bundesaufsichtsamt fordert aufgrund des "Vieraugenprinzips" ein zweites hauptamtliches Vorstandsmitglied. Dipl.-Kfm. Günter Kill nimmt als erfahrener Banker seine Arbeit auf.

31.8.1978
Vorstandsmitglied Paul Rosenthal geht in den Ruhestand und wird von Dr. jur. Klaus Petersen abgelöst.

2.1.1980
Eröffnung einer Filiale in Trier unter der Leitung von Wolfgang Theis.

31.12.1980
Die Pax-Bank beschäftigt in vier Filialen und der Zentrale Köln insgesamt 35 Mitarbeiter und vier Auszubildende.

1981
Dechant Peter Haanen übernimmt den Vorstandsvorsitz von Msgr. Hermesdorf.

1985
Eröffnung einer Filiale in Mainz unter der Leitung von Karl-Heinz Jochem.

1989
LIGA-Bank und Pax-Bank legen einen internationalen Rentenfonds namens "LIGA-Pax-Rent-Union" auf. Der Fonds ist der erste seiner Art und wird später zu einer "Familie" wachsen.

10.9.1991
Nach über 70 Jahren ist es in der Steinfelder Gasse zu eng geworden. Joachim Kardinal Meisner segnet die neue Zentrale und Filiale Köln in der Von-Werth-Straße in einer Feierstunde ein.

1992
Gründung der Filiale Erfurt: Mit Hilfe von Mitarbeitern anderer Filialen werden die Geschäfte in den Räumen des Bischöflichen Amtes Erfurt-Meiningen (Pax Bank Erfurt ) aufgenommen. Einige Monate später werden die Geschäfte in die Regierungsstraße 56 verlagert.

Im selben Jahr wird eine weitere Filiale in Berlin eröffnet, um von dort die Kirche und ihre Einrichtungen in Mittel- und Ostdeutschland bei der Aufbauarbeit zu unterstützen.

18.10.1992
Die Pax-Bank feiert 75jähriges Jubiläum! Zum Festakt hält Kardinal Meissner eine Predigt im Maternushaus Köln.

1.1.1994
Der Generalbevollmächtigte Dr. Christoph Berndorff wird als geschäftsführendes Mitglied in den Vorstand berufen.

1996
Domkapitular Engelbert Priess übernimmt das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden von Ehrendechant Heribert Schmitz.

12.8.1997
Die Pax-Bank führt ein neues Logo ein. Das Zeichen soll den Gründungsgedanken widerspiegeln und baut auf dem Signet des "PAX Vereins von katholischen Priestern Deutschlands" auf.

4.9.1997
Der Neubau in Trier wird von Bischof Josef Spital feierlich eingesegnet.

31.10.1998
Erstmalig legen die fünf katholischen und sechs evangelischen Kirchenbanken gemeinsam einen Fonds auf: Der KCD-Union-AS dient als einer der ersten Anlagezielfonds in Deutschland der privaten Altersvorsorge.

1.1.1999
Berufung von Gerd Greven zum dritten geschäftsführenden Vorstandsmitglied. Die EDV-Umstellung auf die neue Währung "Euro" verläuft geräuschlos.

28.4.1999
In Erfurt segnet Bischof Dr. Joachim Wanke die neue Filiale direkt gegenüber dem Bischöflichen Ordinariat ein.

09.12.1999
Se. Eminenz Georg Kardinal Sterzinsky segnet die neue Filiale Berlin im Neubaukomplex des katholischen Zentrums auf dem Gelände der Katholischen Akademie ein.

Ein neues Jahrtausend (2000 - heute)

2000
Die Produktpalette wird erweitert: Mit dem Unternehmen PB Assekuranzvermittlung GmbH bietet die Pax-Bank umfangreiche Versicherungsleistungen an - auch im Ausland.

Dezember 2000
Die Vorbereitungen auf die Jahrtausendwende laufen auf Hochtouren - der Übergang in das neue Jahrtausend verläuft problemlos.

31.03.2001
Nach mehr als 23-jähriger Vorstandszugehörigkeit scheidet Dipl.-Kfm. Günter Kill aus den Diensten der Pax-Bank aus. Dipl.-Kfm. Winfried Hinzen wird neues Vorstandsmitglied.

25.06.2001
Entsprechend der vorgenommenen Satzungsänderung wählte die Generalversammlung Ehrendechant Msgr. Peter Haanen, der mehr als 20 Jahre das Amt des Vorstandsvorsitzenden inne hatte, in den Aufsichtsrat.

Harald Jansen wurde nach 25-jähriger und Thomas Karst nach 13 Jahren Tätigkeit im Vorstand von den Mitgliedern der Generalversammlung in den Aufsichtsrat gewählt.

Domkapitular Msgr. Engelbert Priess legt sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender nieder. Der Aufsichtsrat wählt Ehrendechant Msgr. Peter Haanen zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden.

06.06.2001
Ehrendechant Msgr. Peter Haanen übernimmt die feierliche Einweihung der Repräsentanz der Pax-Bank in Rom. Dipl. Kaufmann Andreas Machnik, bisher Filialleiter in Erfurt, wird Leiter der Repräsentanz. Ralf Schwenken wird neuer Filialleiter in Erfurt.

Dezember 2001
Die Vorbereitungen auf die Einführung des Euro nehmen die Pax-Bank und Ihre Mitarbeiter voll in Anspruch. Die Umstellung selbst läuft reibungslos. Aufgrund der systematischen Vorbereitungen in der Kreditwirtschaft, wird auch bei der Pax-Bank termingetreu und ohne Schwierigkeiten die bisherige Landeswährung in kürzester Zeit umgewechselt.

2002
Die Uerlichs+Finger GmbH, Versicherungspartner gemeinnütziger Einrichtungen und die PB Assekuranzvermittlung GmbH schließen einen Kooperationsvertrag.

12.07.2002
Gründung des Ethik-Beirats der Pax-Bank. Der Ethik-Beirat hat die Aufgabe, die Pax-Bank in Ihrem Bemühen für ein gesamtwirtschaftlich ethisches Handeln zu unterstützen.

01.01.2007
Dr. Berndorff wird Vorstandsvorsitzender

01.04.2007
Direktor Peter van den Brock feiert sein 50-jähriges Dienstjubiläum bei der Pax-Bank.

11.06.2007
Mikrofinanz-Pionier und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus trifft sich zu einem Gedankenaustausch mit Kunden und Vorstand der Pax-Bank und BKU in Köln.

18.06.2007
Dompropst Dr. Norbert Feldhoff wird zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Er löst Ehrendechant Msgr. Peter Haanen ab, der nach zwanzig Jahren Vorstandstätigkeit und sechs Jahren als Aufsichtsratsvorsitzender sein Amt niederlegt.

10.11.2007
Die Pax-Bank feiert ihren 90-jährigen Gründungstag in Deutschland, sowie ihr 15-jähriges Bestehen im Bistum Erfurt.

2008
Die Filialen in Essen und Aachen feiern ihr 50-jähriges Bestehen.

31.12.2009

Vorstandsmitglied Winfried Hinzen verlässt die Pax-Bank.

24.08.2009
Die Pax-Bank eröffnet in Jerusalem ein Büro im Kloster der deutsch-sprachigen Borromäerinnen. Ziel der Aktivität im Heiligen Land ist es, die wirtschaftliche Lage der katholischen Institutionen zu stärken - beim Eingang von Hilfs- und Spendengeldern, bei der Bildung von Rücklagen und bei Einkommen schaffenden Projekten.

01.08.2010
Dr. Klaus Schraudner verstärkt den Vorstand der Pax-Bank.

21.10.2011
Die Investmentgesetzänderung von Juli 2011 macht es möglich. Die Pax-Bank bietet mit dem "IIV Mikrofinanzfonds" den ersten Mikrofinanzfonds in Deutschland an.

31.12.2013
Vorstandsvorsitzender Dr. jur. Christoph Berndorff geht in den Ruhestand.

01.01.2014
Dr. Klaus Schraudner wird Vorstandsvorsitzender der Pax-Bank eG. Hans-Bernd Kloth wird ordentliches Vorstandsmitglied.

31.12.2014
Gerd Greven verabschiedet sich als Vorstand nach 33 Jahren Pax-Bank in den Ruhestand. Der Vorstand besteht ab 2015 nur noch aus zwei Mitgliedern, Dr. Klaus Schraudner als Vorsitzender und Hans Bernd Kloth.

24.06.2015
Prälat Dr. Norbert Feldhoff wird aus dem Amt des Vorsitzenden unseres Aufsichtsrats verabschiedet. Herr Prälat Dr. Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin wird am selben Tag zum neuen Vorsitzenden gewählt. Herr Prälat Jüsten ist seit Juni 2014 Mitglied des Aufsichtsrats.

03.09.2015
Prälat Dr. Nobert Feldhoff wird zum Ehrenmitglied des Aufsichtsrates ernannt. Damit würdigt das Gremium die langjährigen besonderen Verdienste von Dr. Feldhoff für die katholische Bank.