Nicht Wegschauen und Verdrängen

Letzte Zeugin berichtet von Ausschwitz

Sie ist die letzte Zeugin des sogenannten „jüdischen Mädchenorchesters“ von Auschwitz. Anita Lasker-Wallfisch berichtet im Rahmen einer Gedenkveranstaltung im Bonner Münster-Carré am 09.11.2016 über ihre kindlichen Erfahrungen im Konzentrationslager Auschwitz. Das „Mädchenorchester“ von Auschwitz war ein Häftlingsorchester im KZ Auschwitz-Birkenau. Auch Anita Lasker-Wallfisch musste auf Befehl der SS mitspielen und entging damit dem sicheren Tod in der Gaskammer. „Ihre Lebenserinnerungen sind das eindrucksvolle Zeugnis eines deutsch-jüdischen Familienschicksals im 20. Jahrhundert und eine sehr persönliche, anrührende Chronik einer Überlebenden des Holocausts“, beschreibt Diözesanrats-Geschäftsführer Norbert Michels. „Wir wollen an diesem Abend aller derjenigen Menschen gedenken, die durch das barbarische Nazi-Regime gefoltert und umgekommen sind“, ergänzt Michels und lädt herzlich zur Veranstaltung

„Nicht Wegschauen und Verdrängen – Gedenken“
am 09.11.2016 um 19 Uhr ins Bonner Münster-Carré ein.
(Gangolfstr. 14, 53111 Bonn)

Neben dem persönlichen Bericht der Londonerin Anita Lasker-Wallfisch liest der Historiker Markus Juraschek-Eckstein aus weiteren Zeitzeugenberichten vor. Eröffnet wird die Gedenkveranstaltung durch ein gemeinsames Gebet für den Frieden, welchem der Bonner Stadtdechanten Monsignore Wilfried Schumacher und der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Bonn, Pfarrer Eckart Wüster, vorstehen. Musikalisch wird die Gedenkveranstaltung durch die Klezmer-Gruppe „A Tickle in the Heart“ begleitet.       

„Wir verstehen unsere Einladung zum Gedenken an die barbarische Zeit als Ergänzung zu den bereits gut etablierten Gedenkfeierlichkeiten zur bevorstehenden Reichspogromnacht in Bonn“, ergänzt Michels.

Das Programheft dieser von der Pax-Bank unterstützen Veranstaltung, sowie die Anmeldung, finden Sie hier online.