Nachhaltig Investieren

Überzeugende Entwicklung

Vor fünf Jahren schlug die Geburtsstunde des Warburg-Pax-Substanz-Fonds. Inzwischen ist er der Fonds mit dem größten Anlagevermögen im Portfolio der Pax-Bank – und beweist mit seiner Wertentwicklung, dass sich Nachhaltigkeit und Wachstum nicht
ausschließen.

Nachhaltig Investieren: Überzeugende Entwicklung - Foto: Regenwald - ©Petmal/istock/Getty Images

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Am Anfang stand ein Gespräch mit dem Erzbistum Köln. "Angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen suchte das Erzbistum nach Alternativen zum bis dato häufig gewählten Termingeld, um die Gelder für die Pfarrgemeinden langfristig anlegen zu können", berichtet Gregor Kuhl, Abteilungsdirektor Asset Management bei der Pax-Bank. Mit Warburg Invest fand man den geeigneten Partner, um die komplexen Anforderungen des Erzbistums zu erfüllen. Die Investment-Gesellschaft der Hamburger Privatbank betrachtet sich als "Asset-Management-Manufaktur" und ist spezialisiert auf maßgeschneiderte Lösungen.

Gesucht wurde ein Produkt für den Einsatz bei risikoaversen Kunden. "Im Pflichtenheft standen realer Substanzerhalt und eine stabile Ausschüttung. Und die laufenden Kosten sollten möglichst niedrig ausfallen", erinnert sich Warburg Investment anlässlich des Jubiläums. Zusätzlich gilt der strikte Nachhaltigkeitsfilter der Pax-Bank. Warburg erfüllte die Anforderungen mit einem möglichst breiten Mix an Anlageklassen. Maximal 15 Prozent dürfen in Aktien, bis zu 40 Prozent in Unternehmensanleihen investiert werden. Schon früh setzten Warburg und die Pax-Bank auf Anlagen in Schwellenländern. Über die genaue Zusammensetzung entscheidet ein Anlageausschuss, der sich zweimal jährlich trifft und dem auch Vertreter des Erzbistums und der Rendanturen angehören. Der Fonds wurde den Erwartungen seiner "Eltern" gerecht: Seit der Auflage im April 2013 legte er im Schnitt jährlich um drei Prozent zu.

"Damit hat er sein Ziel erreicht, trotz des geringen Risikos mit den Indizes mitzuhalten und sie teilweise sogar zu übertreffen", sagt Kuhl. Inzwischen hat die positive Entwicklung weitere kirchlich-karitative Anleger überzeugt. Mit einem Fondsvolumen von 244 Millionen Euro ist der Warburg-Pax-Substanz-Fonds mittlerweile der größte Fonds der Pax-Bank und damit das Flaggschiff. Im Gegensatz zu diesen Publikumsfonds ist er institutionellen Investoren vorbehalten. Mit dem Warburg-Pax-Nachhaltig-Global und dem Warburg-Pax-Nachhaltig-Ertrag gibt es inzwischen schon erste "Nachkommen", die auch privaten Anlegern offenstehen.

Fossile Energie drosseln

Für alle Fonds der Pax-Bank gelten bei der Anlage klare Ausschlusskriterien. Dies betrifft unter anderem Unternehmen mit einem hohen Anteil fossiler Energien. "Bislang schließen wir Unternehmen aus, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle erwirtschaften", erklärt Kuhl. "Aber die Welt entwickelt sich weiter. Daher haben wir diese Umsatzgrenze zum 1. Juni verschärft und auf zehn Prozent herabgesetzt." Zudem wird die Grenze auf Unternehmen ausgedehnt, die Kohle zur Energieerzeugung nutzen. Waren bislang vor allem große Energieversorger ausgeschlossen, so sind nun auch Unternehmen wie Aluminiumhersteller betroffen. Auch umstrittene Abbaumethoden wie Ölsande und -schiefer sind ein K.-o.-Kriterium. "Aktuell diskutieren wir, die Umsatzgrenzen auch für Gas und Öl anzuwenden ", sagt Kuhl. Gleichzeitig setzt sich die Pax-Bank für ein Umdenken und den Wechsel zu nachhaltigen Energieträgern ein und konfrontiert die Unternehmen dazu zusammen mit ihren Netzwerkpartnern.

Katholische Bewegung für das Klima

Mit den verschärften Umsatzgrenzen folgt die Pax-Bank der 2015 veröffentlichten Enzyklika "Laudato si", in der Papst Franziskus seine "Sorge über das gemeinsame Haus", unsere Erde, zum Ausdruck gebracht und zu einem schnellen Umdenken in der Umweltund Klimapolitik aufgerufen hatte. Die  Enzyklika war Auslöser für das Global Catholic Climate Movement (GCCM). Darin haben sich mehr als 650 katholische Institutionen zusammengeschlossen, die sich für einen Wandel in der Klimapolitik einsetzen, darunter auch die Pax-Bank. Gemeinsam mit 35 weiteren katholischen Organisationen hat sich die Bank kürzlich der weltweiten Divestment-Bewegung angeschlossen. Diese spricht sich dafür aus, Investments in Kohle-, Gas- und Ölunternehmen abzustoßen, um die Klimaerwärmung zu bremsen.

"Als Finanzdienstleister ist es unser Anspruch, die ethisch-nachhaltigen Werte im Investmentprozess umzusetzen und praktikable Lösungen im Anlageuniversum zu schaffen", erklärt Dr. Klaus Schraudner, Vorstandsvorsitzender der Pax-Bank. "Je mehr die Umweltbelastungen ansteigen, umso mehr Anleger entscheiden sich bei der Geldanlage bewusst für nachhaltige Investments."