Rio bewegt.Uns

Ein Aktionsbündnis zu den Olympischen und Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro

„Rio bewegt.Uns“ heißt ein Aktionsbündnis, das im Vorfeld der Olympischen und Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro die soziale und ökologische Situation vor Ort in den Fokus rückt. Etliche katholische Verbände und Hilfswerke, der Deutsche Olympische Sportbund und der Deutscher Behindertensportverband haben sich hierfür zusammengeschlossen. Zu den Unterstützern zählt auch die Pax-Bank.

Rio bewegt.Uns

„Sportliche Großereignisse müssen nachhaltig auch den Menschen in den Regionen zugutekommen, in denen sie stattfinden“, betont Stephan Jentgens, Geschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, das zu den Initiatoren des Bündnisses zählt. Schon zur Fußball-WM 2014 in Brasilien hatte Adveniat eine ähnliche Aktion ins Leben gerufen. Die brasilianische Regierung hatte Kooperationsbereitschaft signalisiert – „doch bei der FIFA sind wir überwiegend auf taube Ohren gestoßen“, erinnert sich Jentgens.

Vier Forderungen erhebt das Aktionsbündnis: Auch außerhalb der Stadien müssen die Menschen von den Investitionen profitieren, Sicherheitsmaßnahmen dürfen Menschen aus Armenvierteln nicht diskriminieren, die Wasserversorgung in Guanabara-Bucht muss dringend verbessert werden, und die Sportstätten müssen nach den Spielen für die Bevölkerung nutzbar gemacht werden. Und: Diesmal besteht eine reelle Chance, dass diese Forderungen auch umgesetzt werden. „Mit dem Deutschen Olympischen Sportbund ist eine Unterorganisation des Internationalen Olympischen Komitees mit an Bord“, erklärt Jentgens. Schon jetzt gebe es erste Erfolge: So habe das IOC die Eintrittspreise für etliche Veranstaltungen gesenkt und zugesichert, dass Straßenverkäufer vor den Sportstätten Getränke anbieten dürfen. „Das Interesse an der Aktion ist groß“, berichtet der Adveniat-Geschäftsführer.

Das Ziel, bei Spendenläufen und Kegelwettbewerben zweimal die Strecke Hamburg-Rio zu erlaufen beziehungsweise zu erkegeln, sei schon jetzt übertroffen worden.

Die Pax-Bank und Adveniat beim Stadionlauf im Mai 2016

Auch die Pax-Bank hat hier ein Scherflein beigetragen: Beim Pax-Bank-Stadionlauf Ende Mai in Köln konnten die Besucher auf einem Laufband die Kilometerzahl nach oben treiben. Darüber hinaus unterstützt die Bank mit einer Spende von 10 000 Euro das Sport- und Sozialzentrum Armindo da Fonseca, das im Norden Rios inmitten von Armenvierteln liegt.

Kirchenbanken, betont Jentgens, seien für die katholischen Hilfswerke wichtige Partner. Mit ihrer konsequent ethischen Ausrichtung seien sie auf dem Markt „wirklich eine Ausnahme“. Adveniat führt daher auch Gespräche mit der Pax-Bank, um die Zusammenarbeit im Bereich der Geldanlagen auszuweiten. Zudem ist Stephan Jentgens Mitglied im Beirat der Essener Filiale. Für ihn ist es eine gute Idee, dass die Bank ihre Kunden auf diese Art an der Entwicklung der Filialen beteiligt. „Das ist eine sehr authenthische, kundebezogene Verfahrensweise.“

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