Drei Fragen an Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg

Schwangere Frauen in Not

Mit ihrer Weihnachtsspende unterstützt die Pax-Bank in diesem Jahr den Bischofsfonds für schwangere Frauen in Notsituationen des Bistums Trier. Mehr über diesen Fonds erzählt der neue Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg.

Drei Fragen an Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg: Schwangere Frauen in Not - Foto: ©Bistum Trier

Foto: Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg - © Bistum Trier

Herr Generalvikar, wann und mit welchem Ziel wurde der Bischofsfonds gegründet?

Dr. Ulrich Graf von Plettenberg: Die Arbeit des Bischofsfonds begann Mitte der 1970er Jahre. Ziel war es von Anfang an, Frauen durch finanzielle Hilfe darin zu unterstützen, sich für ihr Kind zu entscheiden. Generell zeigt die Existenz des Bischofsfonds, dass die katholische Kirche ganz konkret versucht, Not zu lindern, die Familien gerade in der eigentlich freudigen Situation der Geburt eines Kindes treffen kann.

Wie stark werden die Hilfen nachgefragt?

Von Plettenberg: Die Nachfrage ist weiter hoch. Etwa 700 Anträge pro Jahr können positiv beschieden werden. Die zunehmend prekäre Situation von Familien, sehr jungen Müttern und Alleinerziehenden spielt da eine Rolle. In den letzten beiden Jahren wird die starke Nachfrage verstärkt durch die Not von asylsuchenden Schwangeren.

Sie sind seit Mitte September Generalvikar des Bistums Trier. Wie haben Sie die ersten Wochen erlebt?

Von Plettenberg: Meine ersten Wochen als Generalvikar empfand ich als sehr anstrengend. Bei vielen Terminen und Gesprächen ist mir die Breite des Arbeitsfeldes bereits bewusst geworden. Es ist ein ganz anderes Arbeiten als in der Seelsorge, die ich bisher gewohnt war. Dabei ging es vor allem um die Bedürfnisse der Menschen in den Wechselfällen des Lebens. Jetzt geht es vielmehr um die Rahmenbedingungen für diese Seelsorge und den Auftrag unserer Kirche. Ich sehe meine Aufgabe als Generalvikar vor allem darin, dass Seelsorge und kirchliches Handeln in einer guten Weise möglich sind. 

Ein besonderer Schwerpunkt dabei ist für mich natürlich die Umsetzung der Ergebnisse unserer Bistumssynode. Wir sind sehr fleißig dabei, die nächsten Schritte vorzubereiten und dann eben auch zu gehen. Alles in allem und trotz großer Arbeitsbelastung fühle ich mich aber wohl und entdecke durchaus auch die Reize der neuen Herausforderung.