Digitalisierung

inspiriert

Die Frage danach, wie Digitalisierung, Glaube und Religion zusammengebracht werden können, hält kirchliche Unternehmen und Institutionen schon seit einigen Jahren in Atem.

Digitalisierung inspiriert - Urkunde: © Pax-Bank

Digitalisierung inspiriert - Urkunde: © Pax-Bank

Für Bischöfe und Manager führen Studienreisen deshalb gern ins Silicon Valley, wo Google, Facebook, Tesla und ungezählte Start-ups an neuen Projekten arbeiten, die unsere Zukunft, je nach persönlichem Standpunkt, zum Paradies oder zur Hölle machen können.

Das Erzbistum Köln wollte es Ende Oktober nicht beim Studieren belassen und hat ein innovatives Veranstaltungsformat auf den Weg gebracht, um sich nicht nur auf neue Ideen bringen zu lassen, sondern diese auch gleich in Form von Prototypen auszuprobieren: Bei einem „Hackathon“ kommen Menschen aus unterschiedlichen Branchen an mehreren Tagen zusammen und arbeiten an Ideen – einer App, einer Social-Media-Initiative oder einem Geschäftsmodell.

„Die inspirierte Arbeitsatmosphäre bei dem Hackathon war faszinierend“, bekennt Pax-Bank-Pressesprecher Alfred Krott, der in der Jury saß und den von der Genossenschaftsbank mit 1 000 Euro dotierten „Most Passion“-Award vergeben hat. „Mit ‚makehAPPy‘ haben wir uns für eine Lösung entschieden, die sehr gut zu unserer Überzeugung passt, dass Geld seinen  Zweck am besten erfüllt, wenn es zum Wohle aller eingesetzt wird.“

In der App, die vom Erzbistum Köln umgesetzt werden soll, können Nutzer gute Taten sammeln und in Spenden für Hilfsprojekte umwandeln. „Wenn ich einen anderen Menschen glücklich mache, werde ich selbst dadurch glücklicher“, sind die App-Initiatoren Pia Modanese und Jan Pütz überzeugt. Prämiert wurde auch „katholisch hilft!“, eine Art digitales Kompetenzzentrum, das mithilfe sozialer Netzwerke Antworten zu Kirche und Glaube geben will.