Aus den Filialen

Einsatz für die Kunst

Start in Berlin

Die Filialen der Pax-Bank engagieren sich auf vielfältige Weise und oft weit über das eigentliche Bankgeschäft hinaus. In einer neuen Serie wollen wir dieses Engagement näher beleuchten. Den Auftakt macht die Berliner Filiale.

Aus den Filialen: Einsatz für die Kunst - Foto: Sabine Hannesen - Heimo Ertls Bronzeplastik „Stier“

Foto: Sabine Hannesen - Heimo Ertls Bronzeplastik „Stier“

Wer die Niederlassung der Pax-Bank in Berlin das erste Mal betritt, staunt oft nicht schlecht. Wären da nicht die klassischen Merkmale einer Schalterhalle, man könnte fast denken, man
wäre in eine Galerie gekommen. „Wir haben hier rund drei Ausstellungen im Jahr“, berichtet Filialdirektor Christian Hartmann. Mal sind es Ölgemälde, mal Fotografien, auch Ikonen, Skulpturen und sogar Scherenschnitte waren schon dabei. „Abwechslung ist uns wichtig. Wir wollen unseren Kunden und anderen Besuchern nicht immer das Gleiche zeigen“, betont Hartmann.

Begonnen hat alles vor rund zehn Jahren. Weil das Erzbistum Berlin nicht über ein eigenes Diözesanmuseum verfügt, war dessen Kunstbeauftragte, Dr. Christine Goetz, wieder einmal auf der Suche nach geeigneten Ausstellungsräumen. Auch bei der Pax-Bank wurde sie vorstellig. „Wir haben schöne helle Wände, die oben mit Galerieleisten ausgestattet sind“, begründet Hartmann die Wahl. Die Bank sagte Ja, die Kunden waren angetan. Was lag näher, als das Experiment zu wiederholen?

„Heute sind die Ausstellungen schon fast ein Selbstläufer“, sagt Hartmann. Regelmäßig bekommt die Bank Anfragen von Künstlern, auch Christine Goetz vermittelt weiterhin den einen oder anderen Kontakt. Etwa zu Dr. Sabine Hannesen. Bis Mitte November zeigt die Kunsthistorikerin und Fotografin in der Pax-Bank-Filiale einige ihrer zentralen Werke. Parallel dazu stellt Prof. Dr. Heimo Ertl Bronzefiguren aus. „Unsere Arbeiten verfolgen einen unterschiedlichen künstlerischen Ansatz und bieten dem Betrachter damit einen erweiterten Blick auf realistisch figürliche Erscheinungsformen“, erklärt Hannesen.

Es ist das erste Mal, dass die Künstlerin in einer Bank ausstellt. Die Berliner Pax-Bank-Filiale aber kennt sie gut. „Ich war schon mehrmals dort auf Vernissagen“, erzählt sie. Das Engagement der Bank in Sachen Kunst nennt Hannesen „lobens- und nachahmenswert“. „Und das sage ich jetzt als Kunsthistorikerin wie auch als aktive Künstlerin.“