Europa für Bürgerinnen und Bürger

Europäisches Geschichtsbewusstsein - Betriebskostenzuschuss

Ziele

 

Allgemeine Programmziele:

  • Verbesserung des Informationsstands der Bürgerinnen und Bürger über die Vielfalt und gemeinsamen Werte der EU.
  • Maßnahmen zur Stärkung der gegenseitigen Toleranz insbesondere vor dem Hintergrund der Entstehung totalitärer Regime in der Geschichte der Europäischen Staaten.


Einzelziele:

  • Stärkung des Geschichtsbewusstseins und Sensibilisierung für die gemeinsame Geschichte und die gemeinsamen Werte sowie die Ziele der Europäischen Union, Förderung des Friedens, der europäischen Werte und des Wohlergehens ihrer Völker.
  • Für Projekte in dem Jahr 2016 werden insbesondere solche ausgewählt, die sich mit den historischen Schlüsselmomenten beschäftigen: 1936 Beginn des spanischen Bürgerkriegs, 1951 UN-Flüchtlingskonvention (Situation der Flüchtlinge in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg), 1956 Mobilisierung der politischen und gesellschaftlichen Kräfte in Mitteleuropa, 1991 Beginn der Jugoslawienkriege.

 

Zielgruppe

Das Programm richtet sich an alle Bürger der Europäischen Union.

Förderfähige Aktionen

Gefördert werden im Rahmen dieser Aktion die laufenden Betriebskosten in Form eines Zuschusses. Die satzungsgemäßen Tätigkeiten müssen dabei den allgemeinen und den Einzelzielen des Programms dienen.

Prioritäten

Für das Jahr 2016 hat die Ausschreibung als Prioritäten formuliert:

  • Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung unter totalitären Regimen
  • Ausgrenzung und Verlust der Bürgerrechte in totalitären Regimen: Lehren für die Gegenwart
  • Demokratischer Wandel und Beitritt zur Europäischen Union
  •  »Schlüsselmomente 2016«

 

Dauer

Der Förderzeitraum beträgt im Falle der Antragsbewilligung maximal 4 Jahre.

Antragsberechtigte

Um im Rahmen einer Partnerschaft förderfähig zu sein, müssen die Organisationen in eine der folgenden Kategorien fallen:

A. Organisationen der Zivilgesellschaft zur Stärkung des europäischen Geschichtsbewusstseins

Organisationen, die Maßnahmen durchführen, die sich mit den Ursachen für das Bestehen totalitärer Regime in der neueren Geschichte Europas (insbesondere des Nationalsozialismus, der den Holocaust zur Folge hatte, sowie des Faschismus, des Stalinismus und der totalitären kommunistischen Regime) und dem Gedenken an ihre Opfer befassen.

Organisationen, die Maßnahmen im Zusammenhang mit sonstigen entscheidenden Momenten und Bezugspunkten in der jüngeren europäischen Geschichte durchführen.

Organisationen, die sich für die gemeinsamen Werte der EU einsetzen: Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für die Bedeutung der Aufrechterhaltung und Förderung demokratischer Werte in Europa, beispielweise durch das Gedenken an europäische Persönlichkeiten wie die Gründungsväter des europäischen Einigungswerks oder andere Personen, die in späteren Phasen einen wesentlichen Beitrag zum europäischen Aufbauwerk geleistet haben.

B. Europäische öffentliche Forschungseinrichtungen, die sich mit politischen Themen befassen (Think-Tanks)

 Diese Organisationen stellen eine Verbindung zwischen Forschung und Politik auf europäischer Ebene her. Sie tragen zur Problemlösung bei und fördern den Austausch zwischen Wissenschaftlern, Intellektuellen und Entscheidungsträgern. Die Aufforderung richtet sich an Think-Tanks, die im Wesentlichen mit den Zielen und Schwerpunkten des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ befasst sind, deren Tätigkeiten nicht nur Forschungszwecken dienen und die sich nicht ausschließlich an Fachleute richten.

Förderfähige Länder und Partner
  • Die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union
  • Albanien
  • ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien
  • Montenegro
  • Serbien

 

Das Projekt muss von einer Organisation aus einem Mitgliedsland der EU durchgeführt werden. Die Organisation muss Mitglieder oder Tätigkeiten in mindestens 12 förderfähigen Ländern nachweisen (geographische Reichweite).

Projektanträge mit selbständigen Organisationen aus mehreren Mitgliedsländern und aus unterschiedlichen Organisationsarten werden bevorzugt bewilligt. 

 

EU-Zuschuss

Der Betriebskostenzuschuss bildet einen Anreiz für die Durchführung von Maßnahmen, die ohne finanzielle Unterstützung der Europäischen Union nicht realisiert werden können und beruht auf dem Grundsatz der Ko-Finanzierung.

Die Bewilligung erfolgt auf der Grundlage eines detaillierten Finanzplans. Der Zuschuss darf 70% der förderfähigen Ausgaben nicht überschreiten. 

Der Mindestzuschuss beträgt 60.000 EUR, der maximale 200.000 EUR.

Antragsweg

Registrierung:

Alle Partner müssen sich zunächst einmalig in einem zentralen Portal der EU registrieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/education/participants/portal/desktop/en/home.html

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung einen "Personal Identification Code" (PIC). Dieser PIC wird bei einer Antragstellung eingegeben und das Antragsformular übernimmt automatisch die hinterlegten Daten zur Einrichtung.

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei der Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel einzureichen. Weitere Bestimmungen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Fristen

Die Ausschreibung für den Zeitraum 2018-2020 wird voraussichtlich im Herbst 2017 veröffentlicht.

 

 

Anmerkungen

Quelle: Kontaktstelle EfBB Bonn / EACEA Brüssel