Europa für Bürgerinnen und Bürger

Demokratisches Engagement - Betriebskostenzuschuss

Ziele

Allgemeine Programmziele:

  • Verbesserung der Bürgerbeteiligung am demokratischen Leben der EU.
  • Förderung eines gemeinsamen europäischen Bewusstseins der Bürgerinnen und Bürger der EU.


Einzelziele:

  • Stärkung der demokratischen Bürgerbeteiligung auf EU-Ebene, indem den Bürgerinnen und Bürgern der politische Entscheidungsprozess in der EU nähergebracht wird. Förderung der Möglichkeiten für gesellschaftliches und interkulturelles Engagement und Freiwilligentätigkeit auf EU-Ebene.
  • Informationsaustausch, Formulierung von Zielen und Durchführung von gemeinsamen Aktivitäten aus den Bereichen Arbeit, Kultur, soziales Engagement in der EU; von besonderem Interesse sind Projekte mit einer langfristigen Perspektive.

Zielgruppe

Das Programm richtet sich an alle Bürger der Europäischen Union.

Förderfähige Aktionen

Gefördert werden im Rahmen dieses Antrags die Betriebskosten in Form eines Zuschusses. Die satzungsgemäßen Tätigkeiten müssen dabei den allgemeinen Zielen und den Einzelzielen des Programms dienen.

Prioritäten

 

Für die Jahre 2016 – 2020 wurden mehrjährige Schwerpunktthemen festgelegt, deren Berücksichtigung zusätzliche Punkte in der Bewertung des Zuschussantrages bringen kann, jedoch nicht obligatorisch ist:

  • Euroskeptizismus verstehen und diskutieren
  • Solidarität in Krisenzeiten
  • Bekämpfung der Stigmatisierung von „Einwanderern“ und positive Gegenerzählungen zur Förderung des interkulturellen Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses
  • Debatte über die Zukunft Europas

Dauer

Der Förderzeitraum beträgt im Falle der Antragsbewilligung maximal 4 Jahre.

Antragsberechtigte

Um im Rahmen einer Partnerschaft förderfähig zu sein, müssen die Organisationen in eine der folgenden Kategorien fallen:

A. Zivilgesellschaftliche Organisationen, die auf europäischer Ebene tätig sind

Dachverbände, Netzwerke und andere zivilgesellschaftliche Organisationen, die im Interesse der Stärkung der demokratischen Bürgerbeteiligung auf der Ebene der EU tätig sind, indem sie den Bürgerinnen und Bürgern den politischen Entscheidungsprozess in der EU näherbringen und Möglichkeiten für gesellschaftliches Engagement auf EU-Ebene fördern.

B. Europäische öffentliche Forschungseinrichtungen, die sich mit politischen Themen befassen (Think-Tanks)

Diese Organisationen stellen eine Verbindung zwischen Forschung und Politik auf europäischer Ebene her. Sie tragen zur Problemlösung bei und fördern den Austausch zwischen Wissenschaftlern, Intellektuellen und Entscheidungsträgern. Die Aufforderung richtet sich an Think-Tanks, die im Wesentlichen mit den Zielen und Schwerpunkten des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ befasst sind, deren Tätigkeiten nicht nur Forschungszwecken dienen und die sich nicht ausschließlich an Fachleute richten. Inhaltlich bezieht sich das auf beide Bereiche.

C. Plattformen europaweiter Organisationen

Die Besonderheit dieser Plattformen besteht darin, dass ihre Mitglieder selbst Dachverbände (Plattformen) auf europäischer Ebene sind. Diese europaweiten Plattformen vertreten eine große Zahl von Unionsbürgern und decken ein breites politisches Spektrum ab.

Förderfähige Länder und Partner
  • Die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union
  • Albanien
  • ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien
  • Montenegro
  • Serbien

Mindestteilnehmerländer je nach Art des Antragstellers:

Antragsteller unter A):

Anzahl der beteiligten Organisationen: Mitglieder oder Tätigkeiten in mindestens 12 förderfähigen Ländern.

Antragsteller unter C):

Anzahl der beteiligten Organisationen mindestens 20 Dachverbände und Präsenz in 28 Mitgliedstaaten.

 

EU-Zuschuss

Die Bewilligung erfolgt auf der Grundlage eines detaillierten Finanzplans als Betriebskostenzuschuss.

Antragsteller unter A):

Der Höchstförderbetrag beträgt 200.000 EUR, die maximale Ko-Finanzierung 70% der Betriebskosten 

Antragsteller unter B):

Der Höchstförderbetrag beträgt 350.000 EUR, die maximale Ko-Finanzierung 70% der Betriebskosten.

Antragsteller unter C):

Der Höchstförderbetrag beträgt 600.000 EUR, die maximale Ko-Finanzierung 90% der Betriebskosten.

Antragsweg

Registrierung:

Alle Partner müssen sich zunächst einmalig in einem zentralen Portal der EU registrieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/education/participants/portal/desktop/en/home.html

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung einen "Personal Identification Code" (PIC). Dieser PIC wird bei einer Antragstellung eingegeben und das Antragsformular übernimmt automatisch die hinterlegten Daten zur Einrichtung.

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei der Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel einzureichen. Weitere Bestimmungen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Fristen

Die Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen für den Zeitraum 2018-2020 wird voraussichtlich Herbst 2017 erfolgen.

Anmerkungen

Quelle: Kontaktstelle EfBB Bonn / EACEA Brüssel