Kreatives Europa - Kultur

Plattformen

Ziele

Im Rahmen der Förderung von Europäischen Plattformen sollen Kultur- und Kreativorganisationen gefördert werden, die die Entwicklung junger Talente und die transnationale Mobiilität von Kultur- und Kreativakteuren sowie die Verbreitung von Werken fördern.

Mit diesen Aktivitäten sollen Europäische Plattformen den Kultur- und Kreativsektor umfassend beeinflussen und eine dauerhafte Wirkung erzielen. In diesem Sinne sollen die Mitglieder einer Plattform für ihren Sektor gemeinsam eine künstlerische Vision und dementsprechende Kriterien entwickeln.

Sie sollen "business-to-consumer"- orientiert sein, indem sie die Sichtbarkeiit Kulturschaffenderb und insbesondere junger Talente für das Publikum verstärken und so zu deren Bekanntheit und Anerkennung beitragen. Zu diesem Zweck sollen Plattformen eine Kommunikations- und Markenstrategie umsetzen.

 

 


Zielgruppe

Das Programm richtet sich an verschiedenste Akteure im Kultur- oder Kreativsektor; lediglich der audiovisuelle Bereich ist von einer Förderung ausgeschlossen (s. MEDIA Programm).

Förderfähige Aktionen

  • Mobilität von Kulturschaffenden und Künstlern;
  • Verbesserung der Visibilität von Nachwuchstalenten aus anderen europäischen Ländern. Anregung einer spezifischen europaweiten Programmplanung kultureller und künstlerischer Aktivitäten;
  • Beitrag zu einer verstärkten Publikumsentwicklung Steigerung der Sichtbarkeit der Werte und verschiedenen Kulturen Europas.


Die zur Verfügung stehenden Mittel unterstützen zudem die Umsetzung einer Kommunikations- und Markenstrategie, sowie ggf. die Entwicklung eines europäischen Qualitätssiegels.

Prioritäten

Mit dieser Maßnahme sollen Kultur- und Kreativorganisationen gefördert werden, die sich zum Ziel gesetzt haben:

  • die Entwicklung junger Talente zu fördern und die transnationale Mobilität von Kultur- und Kreativakteuren sowie die Verbreitung von Werken zu fördern, mit dem Potenzial, den Kultur- und Kreativsektor umfassend zu beeinflussen und eine dauerhafte Wirkung zu erzielen;
  • dazu beizutragen, dass die Anerkennung und Bekanntheit von Künstlern und Kulturschaffenden gesteigert werden, wobei sie sich mittels Kommunikationsaktivitäten und einer Markenstrategie, die gegebenenfalls auch die Schaffung eines europäisches Qualitätssiegel umfasst, deutlich zu europäischen Programmen bekennen.


Im Hinblick auf die Verwirklichung der obengenannten Ziele muss der Schwerpunkt der betreffenden Projekte vorrangig auf folgenden Aktivitäten liegen:  

  • Förderung der Mobilität und Bekanntheit von Künstlern und Kulturschaffenden, insbesondere solchen, die dem Nachwuchs zuzurechnen und ohne internationale Präsenz sind;  Ansporn geben für eine wahrhaft europaweite Programmplanung kultureller und künstlerischer Aktivitäten im Hinblick darauf, den Zugang zu kulturellen Werken aus dem europäischen Ausland im Wege internationaler Tourneen, Veranstaltungen, Ausstellungen, Festivals usw. zu erleichtern;  
  • Umsetzung einer Kommunikations- und Markenstrategie, gegebenenfalls einschließlich der Schaffung eines europäischen Qualitätssiegels (oder eines gleichwertigen Anerkennungskonzepts),um diejenigen Mitglieder der Plattform zu ermitteln und zu fördern, die sich in ihren Berufen für die Ziele der Plattform im Besonderen und die Ziele des Programms Kreatives Europa im Allgemeinen eingesetzt und hierbei gute Ergebnisse erzielt haben;  
  • Leistung eines Beitrags zur Publikumsentwicklung mittels extensiver Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien sowie innovativer Ansätze;
  • Steigerung des Bekanntheitsgrads der Werte und verschiedenen Kulturen Europas und somit Steigerung des Bekanntheitsgrads der Europäischen Union (nachstehend „der EU“). Da mit der Fördermaßnahme die Bildung einer kritischen Masse und eine strukturierende Wirkung begünstigt werden sollen, wird lediglich eine begrenzte Zahl von Plattformen unterstützt, wobei auf eine ausgewogene Abdeckung der verschiedenen Sektoren geachtet wird. Es wird daher nicht beabsichtigt, zahlreiche Plattformen innerhalb ein- und desselben Sektors zu unterstützen. Hierauf wird bei der Bewertung geachtet.  

Dauer

Der Förderzeitraum beträgt im Falle der Antragsbewilligung maximal 36 Monate.

Antragsberechtigte

Der Antragsteller (und je nach Förderbereich auch die Kooperationspartner) muss eine juristische Person öffentlichen oder privaten Rechtes sein. Einzelpersonen sind von einer Antragstellung ausgeschlossen.

Der Antragsteller (und je nach Förderbereich auch die Kooperationspartner) muss seit mindestens zwei Jahren einen Rechtsstatus haben. Stichtag für ist das jeweilige Datum der Einreichfrist.

Der Antragsteller (und je nach Förderbereich auch die Kooperationspartner) muss nachweislich einen kulturellen Zweck verfolgen und in der Kultur- und Kreativbranche tätig sein.

 

Förderfähige Länder und Partner

Der Antragsteller (und je nach Förderbereich auch die Kooperationspartner) muss seinen Sitz in einem am Programm teilnahmeberechtigten Land haben. Das sind aktuell:

  • die 28 Mitgliedstaaten der EU: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern
  • die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR): Island, Norwegen
  • assoziierte Länder: Albanien, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Republik Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Republik Moldau, Ukraine, Israel, Türkei (bis zum 31.12.2016)
  • Europäische Plattformen sind Zusammenschlüsse von mindestens 11 Kultureinrichtungen aus mindestens 10 am Programm teilnahmeberechtigten Ländern, die in einem gemeinsam konzipierten europaweiten Programm aufstrebenden europäischen Talenten den Sprung auf den europäischen Markt erleichtern und sie einem breiten europäischen Publikum präsentieren
  • Mindestens fünf Plattform-Mitglieder müssen ihren Sitz in einem EU-Mitgliedstaat oder in den EWR-Ländern Island und Norwegen haben
  • Plattform-Mitglieder müssen bereits im Jahr vor der Antragstellung mindestens 30% Nachwuchskünstler präsentiert haben.
    Antragsteller, die ein Projekt mit einem nicht EU-Land planen, sollten rechtzeitig dessen Teilnahmestatus überprüfen


 

 

EU-Zuschuss

  • der Antrag erfordert eine Rahmenvereinbarung unter den Partnern und einen Maßnahmeplan für die Dauer der Vereinbarung;
  • der Zuschuss darf 80 % der förderfähigen Ausgaben nicht überschreiten;
  • es können höchstens 500.000 EUR p.a. beantragt werden, d.h. der Zuschuss beträgt maximal 1,5 Mio. EUR bei einem 3-Jahresprojekt.

Antragsweg

Registrierung:

Alle Partner müssen sich zunächst einmalig in einem zentralen Portal der EU registrieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/education/participants/portal/desktop/en/home.html

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung einen "Personal Identification Code" (PIC). Dieser PIC wird bei einer Antragstellung eingegeben und das Antragsformular übernimmt automatisch die hinterlegten Daten zur Einrichtung.

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei der Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel einzureichen. Weitere Bestimmungen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Fristen

Die nächste Abgabefrist  verschiebt sich. Der Projektaufruf wird frühestens im Spätherbst 2016 veröffentlicht.

Anmerkungen

Quellen: Europäische Kommission und Creative Europe Desk KULTUR / Cultural Contact Point Germany