Entwicklungszusammenarbeit

Umwelt und Klimawandel

Ziele
  • Verringerung und langfristige Beseitigung der Armut in Entwicklungsländern;

  • Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung;

  • Konsolidierung und Unterstützung der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit, einer verantwortungsvollen Staatsführung, der Menschenrechte und der einschlägigen Grundsätze des Völkerrechts.
Zielgruppe

  • Nichtregierungsorganisationen (NRO);

  •  staatliche Einrichtungen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind;

  • von Armut, Krankheit, Hunger, Krieg und Menschenrechtsverletzungen betroffene Personengruppen in Entwicklungsländern.

Förderfähige Aktionen

Maßnahmen in den Entwicklungsländern in den Bereichen Umwelt und Klimawandel.

Prioritäten

a) Beitrag zur externen Dimension der Umwelt-und der Klimaschutzpolitik der Union unter uneingeschränkter Wahrung des Grundsatzes der Politikkohärenz im Interesse der Entwicklung und anderer im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) verankerter Grundsätze;

b) vorgeschaltete Unterstützung der Entwicklungsländer, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sie die Millennium Development Goals (MDG) oder die Ziele eines von der Union und den Mitgliedstaaten vereinbarten Folgerahmens in Bezug auf die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen und die ökologische Nachhaltigkeit erreichen;

c) Durchführung der Initiativen der Union und von Verpflichtungen, die die Union auf internationaler und regionaler Ebene eingegangen ist und/oder die grenzübergreifender Art sind, insbesondere in verschiedenen Bereichen des Klimawandels, durch die Förderung klimaresistenter Strategien zur Verringerung der CO2-Emissionen mit Vorrang für Strategien zur Förderung der biologischen Vielfalt, den Schutz der Ökosysteme und natürlichen Ressourcen, nachhaltiges Management einschließlich von Ozeanen, Landgebieten, Wasser, Fischerei und Wäldern (z.B. anhand von Maßnahmen wie FLEGT), Wüstenbildung, integriertes Wasserressourcenmanagement, umweltverträgliche chemische Stoffe und Abfallbewirtschaftung, Ressourceneffizienz und umweltgerechte Wirtschaft;

d) Beitrag zur Steigerung der Integration und der durchgängigen Berücksichtigung von Klima-und Umweltschutzzielen in der Entwicklungszusammenarbeit der Union durch Unterstützung für methodikbezogene Arbeiten und Forschungstätigkeiten zu, in und von Entwicklungsländern, einschließlich Monitoring-, Berichterstattungs-und Überprüfungsmechanismen, Kartierung, Beurteilung und Bewertung des Zustands der Ökosysteme, Verbesserung des ökologischen Fachwissens und Förderung innovativer Maßnahmen und der Politikkohärenz;

e) Stärkung einer verantwortungsvollen Umweltpolitik und Unterstützung bei der Entwicklung internationaler Politiken, um die Kohärenz und Wirksamkeit des internationalen politischen Handelns im Bereich einer nachhaltigen Entwicklung zu verbessern, durch Unterstützung der regionalen und internationalen Umweltüberwachung und -bewertung und durch Förderung der tatsächlichen Einhaltung der multilateralen Umweltabkommen in Entwicklungsländern und von Maßnahmen zu ihrer Durchsetzung;

f) Einbeziehung sowohl des Katastrophen-Risikomanagements als auch der Anpassung an den Klimawandel in die Planung und Investitionen auf dem Gebiet der Entwicklung und Förderung der Durchführung von Strategien, die auf die Verringerung des Katastrophenrisikos abzielen, z.B. Schutz von Ökosystemen und Wiederherstellung von Feuchtgebieten;

g) Anerkennung der ausschlaggebenden Rolle der Landwirtschaft und der Viehhaltung in der Klimapolitik durch Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und der Viehhaltung als autonome Anpassungs-und Abmilderungsstrategien im Süden aufgrund ihres nachhaltigen Einsatzes der natürlichen Ressourcen wie Wasser und Weide.

Dauer

Wird in der kommenden Ausschreibung festgelegt.

Antragsberechtigte

Förderfähige Organisationen müssen juristische Personen mit Sitz in der EU oder einem der Empfängerländer sein und dürfen keinen Erwerbszweck verfolgen. Dazu gehören:

  • Nichtregierungsorganisationen;
  • staatliche Einrichtungen und Behörden;
  • Organisationen der indigenen Völker, Organisationen nationaler und/oder ethnischer Minderheiten;
  • lokale Berufsverbände und Bürgergruppen, Kooperativen, Gewerkschaften, Organisationen der Wirtschafts- und Sozialakteure;
  • Organisationen zur Bekämpfung von Korruption und Betrug und zur Förderung verantwortungsvoller Staatsführung;
  • Bürgerrechtsorganisationen und Organisationen zur Bekämpfung der Diskriminierung;
  • Frauen- und Jugendorganisationen;
  • Ausbildungs-, Kultur-, Forschungs- und wissenschaftliche Organisationen, Hochschulen;
  • Kirchen und religiöse Vereinigungen oder Gemeinschaften;
  • Medien sowie alle nichtstaatlichen Vereinigungen und unabhängigen Stiftungen, einschließlich unabhängiger politischer Stiftungen.

Förderfähige Länder und Partner

Länder, die in der von der OECD/DAC erstellten Liste der Empfänger öffentlicher Entwicklungshilfe aufgeführt sind, mit Ausnahme

  • der Länder, die Unterzeichner des Cotonou-Abkommens sind, ausgenommen Südafrika;
  • der Länder, die für eine Unterstützung aus dem Europäischen Entwicklungsfonds in Frage kommen;
  • der Länder, die für eine Finanzierung durch die Union im Rahmen des Europäischen Nachbarschaftsinstruments in Frage kommen;
  • der Begünstigten, die für eine Finanzierung durch die Union im Rahmen des Instruments für Heranführungshilfe in Frage kommen.

EU-Zuschuss

noch nicht veröffentlicht.

Antragsweg

Registrierung:

Alle Antragsteller müssen sich zunächst in dem Online-System PADOR (Potential Appliicant Data On-Line Registration) registrieren und ihre Daten laufend aktualisieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/europeaid/funding/about-calls-proposals/applicants-registration-pador_en

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung eine EuropeAid Referenz-Nummer, die im Antrag anzugeben ist.

 

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei EuropeAid in Brüssel einzureichen. In der Regel erfolgt die Abgabe in einem zweistufigen Verfahren:

1. Stufe: Einreichung eines Vorantrages (Concept Note) von ca. 10 Seiten.

2. Stufe: Nach positiver Vorauswahl werden Antragsteller zur Abgabe eines Vollantrages (Full Proposal) aufgefordert.

Weitere Informationen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Fristen

Die Antragfristen werden im jeweiligen "Call for Proposals" veröffentlicht.

Anmerkungen

Quelle: Amtsblatt der Europäischen Kommission, EuropeAid