Entwicklungszusammenarbeit

Nahrungsmittel, Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft

Ziele

  • Verringerung und langfristige Beseitigung der Armut in Entwicklungsländern;

  • Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung;

  • Konsolidierung und Unterstützung der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit, einer verantwortungsvollen Staatsführung, der Menschenrechte und der einschlägigen Grundsätze des Völkerrechts.

Zielgruppe

  • Nichtregierungsorganisationen (NRO);

  • staatliche Einrichtungen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind;

  • von Armut, Krankheit, Hunger, Krieg und Menschenrechtsverletzungen betroffene Personengruppen in Entwicklungsländern.

Förderfähige Aktionen

Maßnahmen in den Entwicklungsländern in den Bereichen Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit sowie nachhaltige Landwirtschaft.

Prioritäten

Die Zusammenarbeit in diesem Bereich stärkt den Austausch von Wissen und Erfahrungen und die Kapazität der Partnerländer in den vier Hauptbereichen der Nahrungsmittelsicherheit mit einem gleichstellungsorientierten Ansatz: Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln (Erzeugung), Zugang zu Nahrungsmitteln (einschließlich Land, Infrastrukturen für den Lebensmitteltransport von Überschuss-in Defizitgebiete, Märkte, Anlage inländischer Nahrungsmittelreserven, Sicherheitsnetze), Verwendung (sozial verantwortungsbewusste Ernährungssicherungsmaßnahmen) und Stabilität, wobei sie sich auch mit dem fairen Handel befasst, unter bevorzugter Berücksichtigung der folgenden fünf Dimensionen: kleinbäuerliche Landwirtschaft und Viehhaltung, Nahrungsmittelverarbeitung zur Schaffung von Mehrwert, staatliches Handeln, regionale Integration und Unterstützungssysteme für benachteiligte Bevölkerungsgruppen:

a) Förderung der Entwicklung einer nachhaltigen kleinbäuerlichen Landwirtschaft und Viehhaltung durch Sicherung des Zugangs zu ökosystemgestützten, CO2-armen und klimaresistenten Technologien (einschließlich Informations-und Kommunikationstechnologien), durch die Anerkennung, Förderung und Verstärkung lokaler und autonomer Anpassungsstrategien im Hinblick auf den Klimawandel sowie durch Beratungsangebote und fachliche Dienstleistungen, Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums, Maßnahmen zur Förderung von produktiven und verantwortungsbewussten Investitionen im Einklang mit internationalen Leitlinien, nachhaltige Landbewirtschaftung und Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, Schutz der Landrechte der Bevölkerung in ihren unterschiedlichsten Formen und Zugang zu Land für die örtliche Bevölkerung, Schutz der genetischen Vielfalt in einem förderlichen wirtschaftlichen Umfeld;

b) Unterstützung einer ökologisch und sozial verantwortlichen Politikgestaltung und Governance in den einschlägigen Sektoren, Rolle der öffentlichen und nicht-öffentlichen Akteure bei der Regulierung dieser Sektoren und der Verwendung öffentlicher Güter, Förderung der Organisationskapazität dieser Sektoren sowie ihrer berufsständischen Organisationen und Einrichtungen;

c) Stärkung der Nahrungsmittel-und Ernährungssicherheit durch geeignete Strategien einschließlich Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen, Strategien zur Anpassung an den Klimawandel, Informationssysteme, Krisenprävention und -management sowie Strategien zur Verbesserung der Nährstoffversorgung benachteiligter Bevölkerungsgruppen, bei denen die notwendigen Ressourcen zur Durchführung einfacher Maßnahmen mobilisiert werden, mit denen die große Mehrheit der Fälle von Unterernährung verhindert werden könnte;

d) Förderung sicherer und nachhaltiger Praktiken in der gesamten Lebensmittel-und Futtermittelkette.

Dauer

noch nicht veröffentlicht.

Antragsberechtigte

Förderfähige Organisationen müssen juristische Personen mit Sitz in der EU oder einem der Empfängerländer sein und dürfen keinen Erwerbszweck verfolgen. Dazu gehören:

  • Nichtregierungsorganisationen;
  • staatliche Einrichtungen und Behörden;
  • Organisationen der indigenen Völker, Organisationen nationaler und/oder ethnischer Minderheiten;
  • lokale Berufsverbände und Bürgergruppen, Kooperativen, Gewerkschaften, Organisationen der Wirtschafts- und Sozialakteure;
  • Organisationen zur Bekämpfung von Korruption und Betrug und zur Förderung verantwortungsvoller Staatsführung;
  • Bürgerrechtsorganisationen und Organisationen zur Bekämpfung der Diskriminierung;
  • Frauen- und Jugendorganisationen;
  • Ausbildungs-, Kultur-, Forschungs- und wissenschaftliche Organisationen, Hochschulen;
  • Kirchen und religiöse Vereinigungen oder Gemeinschaften;
  • Medien sowie alle nichtstaatlichen Vereinigungen und unabhängigen Stiftungen, einschließlich unabhängiger politischer Stiftungen.
Förderfähige Länder und Partner

Länder, die in der von der OECD/DAC erstellten Liste der Empfänger öffentlicher Entwicklungshilfe aufgeführt sind, mit Ausnahme

  • der Länder, die Unterzeichner des Cotonou-Abkommens sind, ausgenommen Südafrika;
  • der Länder, die für eine Unterstützung aus dem Europäischen Entwicklungsfonds in Frage kommen;
  • der Länder, die für eine Finanzierung durch die Union im Rahmen des Europäischen Nachbarschaftsinstruments in Frage kommen;
  • der Begünstigten, die für eine Finanzierung durch die Union im Rahmen des Instruments für Heranführungshilfe in Frage kommen.
EU-Zuschuss

noch nicht veröffentlicht.

Antragsweg

Registrierung:

Alle Antragsteller müssen sich zunächst in dem Online-System PADOR (Potential Appliicant Data On-Line Registration) registrieren und ihre Daten laufend aktualisieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/europeaid/funding/about-calls-proposals/applicants-registration-pador_en

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung eine EuropeAid Referenz-Nummer, die im Antrag anzugeben ist.

 

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei EuropeAid in Brüssel einzureichen. In der Regel erfolgt die Abgabe in einem zweistufigen Verfahren:

1. Stufe: Einreichung eines Vorantrages (Concept Note) von ca. 10 Seiten.

2. Stufe: Nach positiver Vorauswahl werden Antragsteller zur Abgabe eines Vollantrages (Full Proposal) aufgefordert.

Weitere Informationen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Fristen

Die Antragfristen werden im jeweiligen "Call for Proposals" veröffentlicht.

Anmerkungen

Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union, EuropeAid