Entwicklungszusammenarbeit

Geographische Programme

Ziele

  • Verringerung und langfristig Beseitigung der Armut in Entwicklungsländern;

  • Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung;

  • Konsolidierung und Unterstützung der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit, einer verantwortungsvollen Staatsführung, der Menschenrechte und der einschlägigen Grundsätze des Völkerrechts.

Zielgruppe

  • Nichtregierungsorganisationen (NRO) und staatliche Einrichtungen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind;

  • von Armut, Krankheit, Hunger, Krieg und Menschenrechtsverletzungen betroffene Personengruppen in Entwicklungsländern.

Förderfähige Aktionen

Maßnahmen mit nationaler, regionaler, regionenübergreifender und kontinentweiter Tragweite.

Prioritäten

1. Menschenrechte, Demokratie und verantwortungsvolle Staatsführung:

  • Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit;
  • Gleichstellung der Geschlechter, Mitgestaltungsmacht und Chancengleichheit für Frauen;
  • Verwaltung des öffentlichen Sektors auf zentraler und lokaler Ebene;
  • Steuerpolitik und -verwaltung;
  • Bekämpfung der Korruption;
  • Zivilgesellschaft und lokale Behörden;
  • Förderung und Schutz der Rechte von Kindern.


2. Integratives und nachhaltiges Wachstum zugunsten der menschlichen Entwicklung:

  • Gesundheit, Bildung, Sozialschutz, Beschäftigung und Kultur;
  • Unternehmensumfeld, regionale Integration und Weltmärkte;
  • nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungsmittel-und Ernährungssicherheit nachhaltige Energie.
  • Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen einschließlich Land, Wald und Wasser;
  • Klimawandel und Umwelt.


3. Sonstige entwicklungsrelevante Bereiche:

  • Migration und Asyl;
  • Verknüpfung von humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit;
  • Widerstandsfähigkeit und Reduzierung des Katastrophenrisikos;
  • Entwicklung und Sicherheit einschließlich Konfliktverhütung.

Dauer

noch nicht veröffentlicht.

Antragsberechtigte

Förderfähige Organisationen müssen juristische Personen mit Sitz in der EU oder einem der Empfängerländer sein und dürfen keinen Erwerbszweck verfolgen. Dazu gehören:

  • Nichtregierungsorganisationen;
  • staatliche Einrichtungen und Behörden;
  • Organisationen der indigenen Völker, Organisationen nationaler und/oder ethnischer Minderheiten;
  • lokale Berufsverbände und Bürgergruppen, Kooperativen, Gewerkschaften, Organisationen der Wirtschafts- und Sozialakteure;
  • Organisationen zur Bekämpfung von Korruption und Betrug und zur Förderung verantwortungsvoller Staatsführung;
  • Bürgerrechtsorganisationen und Organisationen zur Bekämpfung der Diskriminierung;
  • Frauen- und Jugendorganisationen;
  • Ausbildungs-, Kultur-, Forschungs- und wissenschaftliche Organisationen, Hochschulen;
  • Kirchen und religiöse Vereinigungen oder Gemeinschaften;
  • Medien sowie alle nichtstaatlichen Vereinigungen und unabhängigen Stiftungen, einschließlich unabhängiger politischer Stiftungen.

Förderfähige Länder und Partner

Die in der von der OECD/DAC erstellten Liste der Empfänger öffentlicher Entwicklungshilfe aufgeführt, mit Ausnahme

  • der Länder, die Unterzeichner des Cotonou-Abkommens sind, ausgenommen Südafrika;

  • der Länder, die für eine Unterstützung aus dem Europäischen Entwicklungsfonds in Frage kommen;

  • der Länder, die für eine Finanzierung durch die Union im Rahmen des Europäischen Nachbarschaftsinstruments in Frage kommen;

  • der Begünstigten, die für eine Finanzierung durch die Union im Rahmen des Instruments für Heranführungshilfe in Frage kommen.

EU-Zuschuss

Die Antragfristen werden im jeweiligen "Call for Proposals" veröffentlicht.

Antragsweg

Registrierung:

Alle Antragsteller müssen sich zunächst in dem Online-System PADOR (Potential Appliicant Data On-Line Registration) registrieren und ihre Daten laufend aktualisieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/europeaid/funding/about-calls-proposals/applicants-registration-pador_en

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung eine EuropeAid Referenz-Nummer, die im Antrag anzugeben ist.

 

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei der EU-Vertretung im Zielland einzureichen. In der Regel erfolgt die Abgabe in einem zweistufigen Verfahren:

1. Stufe: Einreichung eines Vorantrages (Concept Note) von ca. 10 Seiten.

2. Stufe: Nach positiver Vorauswahl werden Antragsteller zur Abgabe eines Vollantrages (Full Proposal) aufgefordert.

Weitere Informationen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Fristen

Die Antragfristen werden im jeweiligen "Call for Proposals" veröffentlicht.

Anmerkungen

Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union, Stand März 2014