Entwicklungszusammenarbeit

Öffentlichkeitsarbeit zu entwicklungspolitischen Themen und Förderung von entwicklungspolitischer Bildungsarbeit in der EU

Ziele

Das Hauptziel des Programms ist die Förderung des öffentlichen Bewusstseins für entwicklungspolitische Themen.


Das spezifische Ziel der aktuellen Ausschreibung besteht darin, Unterstützung zu leisten und die Qualität der entwicklungspolitischen Bildung und Öffentlichkeitsarbeit in der EU zu fördern

Zielgruppe

  • Bürger und Bürgerinnen der Europäischen Union, insbesondere junge Menschen;

  • Nichtregierungsorganisationen (NRO);

  • staatliche Einrichtungen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind;

  • von Armut, Krankheit, Hunger, Krieg und Menschenrechtsverletzungen betroffene Personengruppen in Entwicklungsländern.

Förderfähige Aktionen

Die Ausschreibung umfasst 4 Lose:

Los 1: Globales Lernen und Kampagnenarbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen oder deren Verbände in den EU-Mitgliedstaaten

  • Option 1 – Globales Lernen
  • Option 2 – Kampagnenarbeit
     

Los 2: Globales Lernen und Kampagnenarbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen oder deren Verbände in den EU 13-Ländern

  • Option 1 – Globales Lernen
  • Option 2 - Kampagnenarbeit
     

Los 3: Finanzielle Unterstützung von dritten Parteien – unter der Federführung von zivilgesellschaftlichen Organisationen oder deren Verbände in den EU-Mitgliedstaaten
 

Los 4: Globales Lernen und Kampagnenarbeit von lokalen Behörden oder deren Verbände in den EU-Mitgliedstaaten

  • Option 1 – Globales Lernen
  • Option 2 – Kampagnenarbeit

 

Ort

  • Los 1: Aktivitäten müssen in mind. 10 EU-Mitgliedstaaten stattfinden
  • Los 2: Aktivitäten müssen von zivilgesellschaftlichen Organisationen oder deren Verbände aus mindestens 13 EU-Mitgliedstaaten umgesetzt werden
  • Los 3: Aktivitäten müssen in mind. 6 EU-Mitgliedstaaten stattfinden
  • Los 4: Aktivitäten müssen in mind. 6 EU-Mitgliedstaaten stattfinden
  • für alle Lose: ausgewählte Aktivitäten (z.B. Transfer von guten Praktiken, internationaler Austausch, Netzwerkarbeit) können in Partnerländern, also Länder der Entwicklungszusammenarbeit gemäß OECD Definition, stattfinden unter der Voraussetzung, dass sie nur einen geringen Anteil des Projektes darstellen und direkt zur Erreichung der Ziele der aktuellen Ausschreibung beitragen



Prioritäten

Anträge müssen sich auf die folgenden Prioritäten beziehen:

Unter den Losen 1, 2 und 3 müssen Projekte zur Erreichung eines oder mehrerer der Sustainable Development Goals (SDG) der UN Mitgliedstaaten beitragen.

Unter Los 4 müssen sich Anträge auf wenigstens 2 der nachfolgenden Prioritäten beziehen:

  • Ziel 5 - Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen
  • Ziel 11 - Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen
  • Ziel 13 - Umgehende Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
  • Ziel 16 - Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
    Herunterbrechen der SGDs auf städtische Ebene

und

  • bei allen Losen müssen Anträge die Wechselbeziehungen zwischen Entwicklungsländern und der Europäischen Union fokussieren und das öffentliche Bewusstsein für die Gemeingüter und Herausforderungen, wie nachhaltige Energie, Nahrungsmittelsicherheit, menschliche Entwicklung und nachhaltige Landwirtschaft erweitern
  • ein besonderer Schwerpunkt sollte auf Themen im Zusammenhang mit Migration, Klimawandel und Geschlechtergleichheit liegen.

Dauer

noch nicht veröffentlicht.

Min. 12 und max: 36 Monate

Antragsberechtigte

Unter Los 1, 2 und 3 sind nur antragsberechtigt:

  • juristische Personen ohne Erwerbszweck mit Sitz in der EU oder ausschließlich bei Los 2 mit Sitz in einem der EU 13-Staaten
  • Organisationen der Zivilgesellschaft oder deren Verband
  • Organisationen, die für Projektvorbereitung und -umsetzung mit verantwortlich zeichnen und nicht als Intermediär fungieren
  • Organisationen, die nachweisen können, dass sie in den letzten 3 Jahren in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und Aufklärung tätig waren


Unter Los 4 sind nur antragsberechtigt:

  • lokale Behörden aus einem EU-Mitgliedstaat oder deren Verband, die rechtmäßig registriert sind und Rechtspersönlichkeit besitzen
  • Einrichtungen, die für Projektvorbereitung und -umsetzung mit verantwortlich zeichnen und nicht als Intermediär fungieren
  • Einrichtungen, die nachweisen können, dass sie in den letzten 3 Jahren in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und Aufklärung tätig waren

 

Partner

  • Unter Los 1, 2, 3 muss der Antragsteller mit mindestens 2 weiteren Partnern kooperieren. Das Konsortium muss mindestens 3 unterschiedliche EU-Mitgliedstaaten umfassen

 

Unter Los 1, 2 und 3

  • müssen die Partner dieselben Kriterien wie der Antragsteller erfüllen, können aber auch lokale Behörden sein

 

Unter Los 4

  • muss der Antragsteller mit mind. 5 Partnern kooperieren, nämlich mit
    mindestens 2 lokalen Behörden aus unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten
  • mindestens 1 aus einem EU 13 Mitgliedstaat, m
  • mindestens 2 kleinen lokalen Behörden mit mind. 30.000 und max. 200,000 Einwohnern
  • mindestens 1 Partner aus einem EU-Partnerland
  • oder einer juristischen Person , nämlich 1 Organisation der Zivilgesellschaft oder deren Verbände mit Sitz in der EU oder einem Partnerland gemäß OECD DAC-Liste

 

Förderfähige Länder und Partner

Die 28 EU-Mitgliedsstaaten und unter bestimmten Vorausstzungen Partnerländer gemäß OECD DAC-Liste

 

EU-Zuschuss

noch nicht veröffentlicht.

Los 1: Globales Lernen und Kampagnenarbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen oder deren Verbände in den EU-Mitgliedstaaten

  • Budget: 45,03 Mio EUR
  • EU-Zuschuss: min. 3 - max. 7 Mio EUR

 

Los 2: Globales Lernen und Kampagnenarbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen oder deren Verbände in den EU 13-Ländern

  • Budget: 15,01 Mio EUR
  • EU-Zuschuss: min. 750.000 - max. 7 Mio EUR

 

Los 3: Finanzielle Unterstützung von dritten Parteien – unter der Federführung von zivilgesellschaftlichen Organisationen oder deren Verbände in den EU-Mitgliedstaaten

  • Budget: 15,01 Mio EUR
  • EU-Zuschuss: min. 3 – max. 7 Mio EUR

 

Los 4: Globales Lernen und Kampagnenarbeit von lokalen Behörden oder deren Verbände in den EU-Mitgliedstaaten

  • Budget: 17,9 Mio EUR
  • EU-Zuschuss: min. 1 – max. 7 Mio EUR

 

Der Zuschuss beträgt max. 90% der förderfähigen Kosten

Antragsweg

Registrierung:

Alle Antragsteller müssen sich zunächst in dem Online-System PADOR (Potential Appliicant Data On-Line Registration) registrieren und ihre Daten laufend aktualisieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/europeaid/funding/about-calls-proposals/applicants-registration-pador_en

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung eine EuropeAid Referenz-Nummer, die im Antrag anzugeben ist.

 

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch über das Portal PROSPECT einzureichen. In der Regel erfolgt die Abgabe in einem zweistufigen Verfahren:

1. Stufe: Einreichung eines Vorantrages (Concept Note) von ca. 10 Seiten.

2. Stufe: Nach positiver Vorauswahl werden Antragsteller zur Abgabe eines Vollantrages (Full Proposal) aufgefordert.

Weitere Informationen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Fristen

noch nicht veröffentlicht.

  • Die Ausschreibungen erfolgen in der Regel alle 2 Jahre
  • nächste Antragsfrist für die Einreichung des Vorantrages („Concept Note“) ist der  21.06.2016 um 16:00 Uhr (Brüsseler Zeit)

Anmerkungen

Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union, EuropeAid