ERASMUS+ Hochschulen

Strategische Partnerschaften

Ziele

  • Steigerung der Qualität und Relevanz der Lernangebote in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend durch neue und innovative Ansätze und durch Unterstützung der Verbreitung bewährter Verfahren;

  • Förderung der Vermittlung und Bewertung von Schlüsselkompetenzen (Basis- und Querschnittskompetenzen), insbesondere im Hinblick auf unternehmerische Initiative, den Erwerb von Sprachkenntnissen und digitale Kompetenz;

  • Verbesserung der Arbeitsmarktrelevanz von Unterrichtsangeboten und Qualifikationen und Stärkung der Verbindungen zwischen den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend und der Arbeitswelt;

  • Förderung innovativer Methoden in den Bereichen allgemeine und beruflichen Bildung und Jugend durch personalisierte Unterrichtskonzepte, kollaboratives Lernen und kritisches Denken, strategische Nutzung von Informations-und Kommunikationstechnologien (IKT), freie Lehr-und Lernmaterialien (OER), offenes und flexibles Lernen, virtuelle Mobilität und andere innovative Lernmethoden;

  • Förderung einer strukturierten überregionalen und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: stärkere Einbindung lokaler und regionaler öffentlicher Stellen in die qualitative Entwicklung der Bereiche allgemeine und berufliche Bildung und Jugend;
  • Verbesserung der beruflichen Entwicklung der Personenim Bildungsbereich und in der Jugendarbeit durch Innovation und Verbesserung von Qualität und Umfangs von Aus- und Weiterbildungsangeboten einschließlich neuer pädagogischer Ansätze, der Nutzung IKT-gestützter Methoden und des Einsatzes freier Lehr- und Lernmaterialien;
  • Erhöhung der Kapazitäten von Organisationen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, insbesondere in Bezug auf strategische Entwicklung, Organisationsmanagement, Führung, Qualität des Unterrichtsangebots, Internationalisierung, Chancengleichheit und Inklusion und qualitätsorientierte und zielgerichtete Aktivitäten für bestimmte Gruppen;
  • Förderung von Chancengleichheit und Inklusion in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, um qualitatives Lernen für alle zu fördern, das Abbrechen von Ausbildungen zu verhindern und die Teilhabe benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen zu unterstützen;
  • Förderung unternehmerischen Denkens, um aktiven Bürgersinn zu entwickeln, die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und zur Gründung neuer Unternehmen (nach den Grundsätzen des sozialen Unternehmertums) beizutragen und künftige individuelle Lernphasen und Karriereschritte im Einklang mit der jeweiligen persönlichen und beruflichen Entwicklung zu unterstützen;
  • stärkere Beteiligung an Lernprozessen und an Aktivitäten zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit durch den Ausbau von Angeboten zur Karriereplanung und zur beruflichen Beratung und Unterstützung;
  • Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Ebenen und Formen formaler und nicht-formaler allgemeiner und beruflicher Bildung.

Zielgruppe

Alle Organisationen sowie deren Mitarbeiter und Lernende in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Jugend, in sonstigen sozioökonomischen Bereichen sowie in bereichsübergreifenden Sektoren (lokale und regionale Behörden, Kammern, Kulturorganisationen, usw.

Förderfähige Aktionen

  • Aktivitäten, die die durch Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Organisationen den Austausch über Verfahren fördern:
  • Aktivitäten, die die Entwicklung, Prüfung und/oder Durchführung innovativer Verfahren in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend unterstützen;
  • Aktivitäten, die die Anerkennung und Validierung von Kenntnissen, Qualifikationen und Kompetenzen erleichtern, die durch formales, nicht-formales und informelles Lernen erworben wurden;
  • Aktivitäten zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen regionalen Behörden, um die Entwicklung von Systemen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend zu fördern und diese Systeme in Aktionen zur Unterstützung der lokalen und regionalen Entwicklung einzubinden;
  • länderübergreifende Initiativen zur Förderung unternehmerischer Konzepte und Kompetenzen und zur Förderung eines aktiven Bürgersinns und unternehmerischer Initiative (nach den Grundsätzen des sozialen Unternehmertums).

Prioritäten

  • Unterstützung von Hochschuleinrichtungen zur Durchführung der notwendigen Reformen, in Übereinstimmung mit der EU-Agenda für die Modernisierung von Europas Hochschulsystemen aus dem Jahr 2011 und deren Prioritätsbereichen: Steigerung der Abschlussquoten; Verbesserung der Qualität und Relevanz der Hochschulbildung; Stärkung der Qualität durch Mobilität und grenzüberschreitende Zusammenarbeit; Belebung des Wissensdreiecks; Verbesserung der Lenkung und Finanzierung. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf Projekte in folgenden Bereichen gelegt:
  • unterstützende Aktivitäten, in deren Rahmen Curricula an den entstehenden Arbeitsmarktbedarf angepasst und junge Menschen mit Querschnittskompetenzen, wie unternehmerischem Denken und Handeln ausgerüstet werden. Dies wird durch die Entwicklung einer aktiven Zusammenarbeit von Hochschuleinrichtungen und Partnern außerhalb des akademischen Sektors erreicht: Unternehmen, Berufsverbänden, Handelskammern, Sozialpartnern, lokalen/regionalen Behörden usw.:
  • Unterstützung von Aktivitäten zur Entwicklung innovativer Strategien, mit denen die Mobilität gefördert wird bzw. Hindernisse für die Mobilität in der Hochschulbildung beseitigt werden, indem Studierenden mehr Möglichkeiten zur Erlangung zusätzlicher Fähigkeiten über ein Studium oder eine Ausbildung im Ausland bereitgestellt werden; Projekte können ebenfalls die virtuelle Mobilität fördern, die in eine globalen Strategie für die wirksame Integration von IKT in die teilnehmenden Hochschuleinrichtungen eingebunden ist;
  • Stärkung der Verbindungen zwischen Bildung, Forschung und Wirtschaft zur Förderung von Exzellenz und regionaler Entwicklung;
  • Steigerung der Anzahl der Absolventen, Erweiterung der Teilnahme und Anhebung der Abschlussquoten unterrepräsentierter Gruppen und Lernender, die nicht den klassischen Zielgruppen angehören, Verbesserung des lebenslangen Lernens über die Schaffung von flexiblen Lernwegen, die Entwicklung von Wegen zur Steigerung der sozialen Verantwortung von Hochschuleinrichtungen;
  • Unterstützung der Umsetzung der Mitteilung über die Öffnung der Bildungssysteme aus dem Jahr 2013: Förderung der Entwicklung neuer Formen der Übermittlung, insbesondere die Integration eines umfassenderen Spektrums an Studienformen (Lernen im Fernunterricht, in Teilzeit, modulares Lernen) durch neue Formen personalisierten Lernens, durch strategische Nutzung freier Lehr-und Lernmaterialien, virtueller Mobilität, gemischter Mobilität und virtueller Lernplattformen; Stimulierung der Internationalisierung von europäischen Hochschulsystemen in Europa und darüber hinaus.

 

Dauer

Eine Partnerschaft im Hochschulbereich kann max. 36  Monate dauern.

Antragsberechtigte

An einer strategischen Partnerschaft können beliebige öffentliche oder private Organisationen aus einem Programmland oder weltweit einem beliebigen Partnerland beteiligt sein, z.B.:

  • Hochschuleinrichtungen;
  • Schulen/Institute/Bildungszentren (vom Vorschulbereich über die Sekundarstufe II20 einschließlich Einrichtungen bis zum Bereich der Berufs- und Erwachsenenbildung);
  • gemeinnützige Organisationen, Verbände, NROs;
  • öffentliche oder private kleine, mittlere oder große Unternehmen (einschließlich gemeinwirtschaftlicher Unternehmen);
  • lokale, regionale oder nationale öffentliche Stellen;
  • ein Sozialpartner oder ein sonstiger Vertreter des Arbeitsmarkts (u. a. Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern oder Berufsverbände und Gewerkschaften);
  • Forschungseinrichtungen;
  • Stiftungen;
  • überbetriebliche Bildungszentren;
  • Unternehmen, die gemeinsame Bildungsaktivitäten anbieten (kollaborative Bildungsangebote);
  • Kulturorganisationen, Bibliotheken, Museen;
  • Laufbahnberatungs-, Berufsberatungs- und Informationsstellen;
  • Einrichtungen, die Kenntnisse, Qualifikationen und Kompetenzen bewerten, die durch nicht-formales und informelles Lernen erworben wurden;
  • europäische Jugend-NROs;
  • Gruppen junger Menschen, die Jugendarbeit leisten, aber nicht unbedingt in einer Jugendorganisation tätig sind (d. h. informelle Gruppen junger Menschen).
Förderfähige Länder und Partner

34 Programmländer:

28 EU-Mitgliedsstaaten

EFTA/EWR-Länder Island, Liechtenstein, Norwegen

EU-Kandidatenländer Türkei, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien

 

Partnerländer:

Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldawien, Ukraine, Ägypten, Algerien, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Palästina, Syrien, Tunesien,Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo7, Montenegro und Serbien, Russische Föderation

 

Strategische Partnerschaften sind länderübergreifende Partnerschaften, an denen mindestens drei Organisationen aus drei unterschiedlichen Programmländern beteiligt sein müssen. Zum Zeitpunkt der Antragstellung müssen alle teilnehmenden Organisationen benannt werden.

EU-Zuschuss

Das Programm fördert folgende Kostenarten:

  • Fahrtkosten
  • Vorbereitende Besuchskosten
  • Geistige Produkte
  • Aktivitätskosten
  • Außergewöhnliche Kosten (für Honorarkräfte,  Behinderte etc.)
  • Kosten für Projektmanagement

Die maximale Förderung beträgt 150.000 EUR pro Jahr bzw. 12.500 EUR pro Monat.

Antragsweg

Registrierung:

Alle Partner müssen sich zunächst einmalig in einem zentralen Portal der EU registrieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/education/participants/portal/desktop/en/home.html

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung einen "Personal Identification Code" (PIC). Dieser PIC wird bei einer Antragstellung im Rahmen von ERASMUS+ eingegeben und das Antragsformular übernimmt automatisch die hinterlegten Daten zur Einrichtung.

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei der Nationalen Agentur des Landes, in dem die antragstellende Organisation ansässig ist, zu stellen. In Deutschland ist das der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Weitere Bestimmungen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen

Fristen

Nächste Antragsfrist ist der 02. Februar 2017, 12.00 Uhr (Brüsseler Ortszeit) für Projektbeginn zwischen dem 1. September und dem 31. Dezember des gleichen Jahres.

Anmerkungen

Quelle: Europäische Kommission Leitfaden ERASMUS+