ERASMUS+ Hochschulen

Mobilität von Hochschulpersonal

Ziele

Allgemeine Ziele:

Mobilitätsprojekte sollen:

  • Lernende beim Erwerb von Kompetenzen (Wissen, Fertigkeiten und Einstellungen) unterstützen, um ihre persönliche Entwicklung und ihre Beschäftigungsfähigkeit auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu verbessern;
  • die berufliche Entwicklung von Personen unterstützen, die in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend tätig sind, um die Qualität der Lehre und Ausbildung sowie des Lernens und der Jugendarbeit in ganz Europa zu fördern;

 

Spezifische Ziele:

  • Steigerung der Attraktivität der Hochschulbildung in Europa und Unterstützung von europäischen Hochschuleinrichtungen, damit sie auf dem internationalen Hochschulmarkt konkurrieren können;
  • Stärkung der Internationalisierung und der Attraktivität von Hochschuleinrichtungen außerhalb Europas und Förderung der Modernisierung von Hochschuleinrichtungen, um die Entwicklung von Partnerländern zu unterstützen;
  • die Fremdsprachenkenntnisse der Teilnehmer deutlich verbessern;
  • bei den Teilnehmern ein Bewusstsein und Verständnis für andere Kulturen und Länder schaffen;
  • ihnen Chancen zur internationalen Vernetzung, zur aktiven Teilhabe an der Gesellschaft und zur Entwicklung eines Sinns für bürgerschaftliches Verhalten in Europa und für eine europäische Identität eröffnen;
  • die Kapazitäten, die Attraktivität und die internationale Ausrichtung von Unternehmen stärken, die in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend tätig sind, damit sie besser auf die Bedürfnisse von Personen innerhalb und außerhalb Europas abgestimmte Aktivitäten und Programme anbieten können;
  • Synergien fördern und Übergänge zwischen formaler und nichtformaler Bildung, Berufsbildung, Beschäftigung und Unternehmertätigkeit erleichtern;
  • dafür sorgen, dass Kompetenzen, die durch Lernphasen im Ausland erworben wurden, leichter anerkannt werden.

Zielgruppe


Hochschulpersonal.

Förderfähige Aktionen

Mobilität zu Unterrichtszwecken (2 Tage bis 12 Monate):

Diese Aktivität bietet Hochschullehrern und Mitarbeitern von Unternehmen die Möglichkeit, an einer Partnerhochschule im Ausland zu unterrichten. Mobilitätsaktivitäten zu Studienzwecken sind in jedem Fachbereich möglich.

Mobilität zu Fort-und Weiterbildungszwecken (2 Tage bis 12 Monate):

Diese Aktivität fördert die berufliche Entwicklung von Hochschullehrern und anderem Hochschulpersonal) durch Fortbildungsmaßnahmen im Ausland (außer Konferenzen) und durch Hospitationen an einer Partnerhochschule oder bei einer entsprechenden Einrichtung im Ausland.

Prioritäten

Gefördert werden vor allem Projekte, die zur Modernisierung des Hochschulwesens in Europa gemäß der EU-Agenda für die "Modernisierung von Europas Hochschulsystemen" aus dem Jahr 2011 beitragen.

Dauer

Ein Mobilitätsprojekt kann 16 oder 24 Monate dauern.

Antragsberechtigte

Antrag einer einzelnen Hochschuleinrichtung:

Hochschuleinrichtungen in einem Programmland, die über eine ERASMUS-Charta für die Hochschulbildung verfügen.

Antrag eines nationalen Mobilitätskonsortiums:

Durch eine koordinierende Organisationen, die in einem Programmland ansässig sind und über ein Zertifikat für Mobilitätskonsortien im Hochschulbereich verfügen.

Förderfähige Länder und Partner

Programmländer:

28 EU-Mitgliedsstaaten

EFTA/EWR-Länder Island, Liechtenstein, Norwegen

EU-Kandidatenländer Türkei, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien


Partnerländer:

Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldawien, Ukraine, Ägypten, Algerien, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Palästina, Syrien, Tunesien,  Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro und Serbien

Russische Föderation

An der Durchführung eines Mobilitätsprojekts müssen mindestens zwei Organisationen aus verschiedenen Programmländern (mindestens eine entsendende und mindestens eine aufnehmende Organisation) beteiligt sein.

EU-Zuschuss

Die tatsächliche Höhe der Finanzhilfe hängt von mehreren Faktoren ab:

  • der Anzahl der Mobilitätsphasen und der Monate/Tage, für die der Antrag gestellt wird;
  • der früheren Leistung des Antragstellers in Bezug auf die Anzahl von Mobilitätsphasen;
  • die Qualität der Durchführung von Aktivitäten und ein solides Finanzmanagement, sofern der Antragsteller in den vergangenen Jahren bereits eine ähnliche Förderung erhalten hat;
  • dem gesamten nationalen Budget für die Mobilitätsaktion.
Antragsweg

Registrierung:

Alle Partner müssen sich zunächst einmalig in einem zentralen Portal der EU registrieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/education/participants/portal/desktop/en/home.html

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung einen "Personal Identification Code" (PIC). Dieser PIC wird bei einer Antragstellung im Rahmen von ERASMUS+ eingegeben und das Antragsformular übernimmt automatisch die hinterlegten Daten zur Einrichtung.

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei der Nationalen Agentur des Landes, in dem die antragstellende Organisation ansässig ist, zu stellen. In Deutschland ist das der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Weitere Bestimmungen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen

Fristen

Nächste Antragsfrist ist der 02. Februar 2017, 12.00 Uhr (Brüsseler Ortszeit)

Anmerkungen

Quelle: Europäische Kommission, Leitfaden ERASMUS+.