ERASMUS+ Bildung

Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft

Ziele

Allgemeine Ziele:

Diese Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zielt darauf ab, strukturelle Unterstützung in der Form eines Betriebskostenzuschuss an europäischen Nichtregierungsorganisationen (ENRO) und an EU-weiten Netzwerken zu vergeben, die im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung tätig sind und eines oder mehrere der folgenden Ziele verfolgen:

  • Sensibilisierung der Akteure für die europäische politische Tagesordnungen auf den Gebieten allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, insbesondere Europa 2020, die Strategie „Allgemeine und berufliche Bildung 2020“ („ET 2020“), die EU-Strategie für die Jugend und andere sektorspezifische politische Agenden;

  • Steigerung des Engagements der Akteure und Zusammenarbeit mit Behörden bei der Umsetzung der Strategien und Reformen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, insbesondere der länderspezifischen Empfehlungen, die im Rahmen des „Europäischen Semesters“ abgegeben werden;

  • Förderung der Beteiligung der Akteure auf den Gebieten allgemeine und berufliche Bildung und Jugend;

  • Steigerung des Engagements der Akteure bei der Verbreitung von politischen und Programmaktivitäten und -ergebnissen sowie von bewährten Verfahren unter ihren Mitgliedern.


Spezifische Ziele:

Förderung von Spitzenleistungen und Innovationen durch

  • formale, nicht formale und informelle Lernkonzepte und lernerzentrierte Bereitstellung von Grund- und Querschnittskompetenzen, einschließlich Sprach-, Computer- und unternehmerischer Kompetenzen; Sensibilisierung für innovative Bildungsansätze wie offene Bildungsressourcen (Open Educational Resources, OER) und umfassende offene Online-Kurse (Massive Open Online Courses, MOOC);
  • Schaffung offener Lernumgebungen und sektorübergreifender Partnerschaften mit verschiedenen Akteuren;


Bekämpfung der durch ein niedriges Qualifikationsniveau verursachten Probleme durch

  • die Förderung effizienter und nachhaltiger Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung;
  • Förderung von Analysen und Debatten auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene zur Sondierung bzw. Entwicklung innovativer Förderkonzepte;
  • Anhebung des Schulabschlussniveaus und Senkung der Schulabbrecherquoten;
  • Erhöhung der Attraktivität von Lernumgebungen;
  • Förderung von Übergängen und flexiblen bzw. alternativen Bildungswegen; Entwicklung einer qualitativ hochwertigen Berufsbildung unter Einbeziehung der Bereiche Lernen am Arbeitsplatz, Praktika bzw. Ausbildungsplätze;
  • Anpassung politischer Strategien an Strategien zur wirtschaftlichen Entwicklung;
  • Förderung neuer Qualifizierungswege in potenziellen Wachstumsbereichen oder in Bereichen, in denen es an qualifizierten Arbeitskräften mangelt;
  • Verbesserung der Chancengleichheit beim Zugang zu qualitativ hochwertiger allgemeiner und beruflicher Bildung, auch für Lernende aus benachteiligten Verhältnissen;
  • Förderung innovativer Orientierungs- und Beratungskonzepte;


Unterstützung einer neuen Generation von Bildungsfachkräften durch

  • die Schärfung des Berufsprofils von Lehrern, Ausbildern, Ausbildern von Lehrern und Schulleitern;
  • durch die Verbesserung der Auswahl;
  • Einstellung und Bindung des Personals;
  • eine effektive Erstausbildung, Unterstützung für Berufseinsteiger, berufsbegleitende Weiterbildung und Entwicklung, pädagogische Rückmeldungen und Anreize;
  • Förderung von Peer-Learning und Lerngemeinschaften; Verbesserung der Erhebung und Auswertung von Daten zu allgemeiner und beruflicher Bildung.


Anerkennung und Wertschätzung von Qualifikationen durch

  • europäische Instrumente für Transparenz und Anerkennung früherer Lernerfahrungen, einschließlich nicht formaler und informeller Lernergebnisse;
  • Ausstattung von Menschen aller Altersstufen mit besseren und geeigneteren Qualifikationen durch lebenslanges Lernen, einschließlich der Aktualisierung und Verbesserung der Qualifikationen gering qualifizierter Erwachsener; Gestaltung;
  • Durchführung und Bewertung von Kursen unter Berücksichtigung von Qualifikations- und Wachstumsprognosen und Beschäftigungsdaten;
  • Entwicklung interdisziplinärer Bildungswege.

Im Arbeitsplan sollte das Potenzial und die Fähigkeit der Organisation zur Erzielung konkreter Auswirkungen in mindestens zwei dieser Bereiche eindeutig nachgewiesen werden.

Zielgruppe

Organisationen aus dem Bereich allgemeine und berufliche Bildung:

  • Europäische Nicht-Regierungs-Organisationen (ENRO);

  • EU-weite Netzwerke.
Förderfähige Aktionen

Förderfähige Aktivitäten müssen in unmittelbarem Zusammenhang mit den allgemeinen und spezifischen Zielen der aktuellen Aufforderung stehen.

Die geplanten Aktivitäten müssen in einem und in einem Jahresarbeitsprogramm und einem Strategischen Programm für 3 Jahre niedergelegt sein und können umfassen

  • Aktivitäten, die den Zugang und die Beteiligung der Akteure an der Umsetzung der politischen Prioritäten der EU auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung ermöglichen;
  • Austausch von Erfahrungen und bewährten Praktiken; Vernetzung und Partnerschaften mit anderen Akteuren;
  • Aufbau von Kapazitäten für Mitgliedsorganisationen, einschließlich Peer-Learning, Schulungs-, Beratungs-, Orientierungs- und Coachingaktivitäten zur Verbesserung der Wirksamkeit politischer Maßnahmen;
  • Initiativen und Veranstaltungen zur Entwicklung der Mitgliedschaftszahlen der/des begünstigten ENRO/EU-weiten Netzwerks;
  • themenbezogene und länderspezifische Studien, Analysen, Erhebungen und Berichte über Prioritäten der EU im Bereich allgemeine und berufliche Bildung, insbesondere im Rahmen der Strategie „Europa 2020“ (Europäisches Semester, länderspezifische Empfehlungen) und des Strategischen Rahmens „ET 2020“; Aktivitäten zur Sensibilisierung, Information, Verbreitung und Förderung (Seminare, Workshops, Kampagnen, Sitzungen, öffentliche Debatten, Anhörungen usw.) zu politischen Prioritäten der EU im Bereich allgemeine und berufliche Bildung und zu EU-Finanzierungsinstrumenten (europäische Programme - insbesondere Erasmus+, europäische Struktur- und Investitionsfonds) zur Unterstützung dieser Prioritäten. Dabei werden Aktivitäten unterstützt, die Synergien zwischen dem Programm Erasmus+ und anderen EU- oder nationalen/regionalen Finanzierungsquellen herstellen.

Projekte der Zusammenarbeit zur Stärkung des politischen Einflusses auf Zielgruppen und/oder -systeme; Aktivitäten können auf europäischer, grenzübergreifender, nationaler, regionaler oder lokaler Ebene durchgeführt werden.

Dauer

Der Betriebskostenzuschuss wird jeweils für ein Kalenderjahr gewährt

Antragsberechtigte

Kategorie 1: Europäische Nichtregierungsorganisationen (ENRO) auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung.

Diese müssen im Rahmen einer offiziell anerkannten Struktur tätig sein, die aus a) einer/einem europäischen Einrichtung/Sekretariat (der Antragsteller), die/das zum Zeitpunkt der Einreichung des Antrags seit mindestens zwei Jahren in einem der Programmländer rechtmäßig niedergelassen ist, sowie aus b) nationalen Organisationen/Niederlassungen in mindestens zwölf Programmländern besteht, die mit der europäischen Einrichtung bzw. dem europäischen Sekretariat eine rechtliche Verbindung haben.

Kategorie 2: EU-weite Netzwerke auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung.

  • diese müssen zum Zeitpunkt der Einreichung der Anträge seit mindestens zwei Jahren in einem der Programmländer rechtmäßig niedergelassen sein. (Antragsteller müssen eine Kopie der Satzung der Organisation des Antragstellers sowie der amtlichen Eintragungsurkunde vorlegen);
  • über satzungsgemäße Mitgliedsorganisationen (ENRO) in mindestens zwanzig Programmländern verfügen;


Um für einen Zuschuss in Frage zu kommen, müssen Antragsteller folgende Bedingungen erfüllen: Sie müssen:

  • eine Nichtregierungsorganisation sein;
  • gemeinnützig sein;
  • darüber hinaus muss zu ihrem Personalbestand mindestens ein (bezahlter oder unbezahlter) Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) gehören.
Förderfähige Länder und Partner
  • EU-Mitgliedstaaten;

  • die Staaten der Europäischen Freihandelszone (EFTA): Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Schweizerische Eidgenossenschaft vorbehaltlich des Abschlusses eines bilateralen Übereinkommens mit diesem Land;

  • Kandidatenländer, die im Rahmen einer Heranführungsstrategie auf den Beitritt vorbereitet werden, gemäß den allgemeinen Grundsätzen und den allgemeinen Bedingungen und Modalitäten der Rahmenabkommen, die mit diesen Ländern im Hinblick auf ihre Teilnahme an den EU-Programmen geschlossen werden: ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und die Türkei.
EU-Zuschuss

Kategorie 1 - ENRO: max. 125.000 EUR pro Jahr

Kategorie 2 - EU-weite Netzwerke max. 200.000 EUR pro Jahr

Der finanzielle Beitrag der Europäischen Union ist auf höchstens 80 % der förderfähigen Gesamtkosten beschränkt.

Antragsweg

Registrierung:

Alle Partner müssen sich zunächst einmalig in einem zentralen Portal der EU registrieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/education/participants/portal/desktop/en/home.html

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung einen "Personal Identification Code" (PIC). Dieser PIC wird bei einer Antragstellung im Rahmen von ERASMUS+ eingegeben und das Antragsformular übernimmt automatisch die hinterlegten Daten zur Einrichtung.

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei der Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel einzureichen. Weitere Bestimmungen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Es ist zu beachten, dass eine Organisation, die in diesem Bereich einen Vorschlag einreicht, keinen Betriebskostenzuschuss im Bereich "Jugend" beantragen kann.

 

Fristen

Letzte Antragsfrist war der 10. Dezember 2014, 12.00 Uhr (Brüsseler Ortszeit). Noch kein neuer Termin bekannt gegeben.

Anmerkungen

Quelle: Amtsblatt der Europäische Kommission.