ERASMUS+ Bildung

Zukunftsweisende Initiativen

Ziele

Das allgemeine Ziel dieser Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen besteht darin, die Bewertung der systemrelevanten Wirkung innovativer politischer Maßnahmen über Feldversuche zu fördern, um die Wirksamkeit und Effizienz der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung zu verbessern. Diese Aufforderung zielt auf die Einbeziehung hochrangiger Behörden der förderfähigen Länder in die Erhebung und Auswertung entsprechender Daten zur Unterstützung und Überwachung politischer Reformen unter Anwendung fundierter und allgemein anerkannter Bewertungsmethoden auf der Grundlage groß angelegter Feldversuche.

Diese Aufforderung zielt im Einzelnen darauf ab:

  • die länderübergreifende Zusammenarbeit und das gegenseitige Lernen zwischen den zuständigen Behörden auf höchster Ebene zu fördern, um die Systeme, Strukturen und Verfahren zur Umsetzung der Politik mit möglicherweise erheblichen Auswirkungen zu prüfen und zu verbessern;

  • die Erhebung und Analyse wesentlicher Daten zu erleichtern, um den zuständigen Behörden den Zugang und die Überwachung der Umsetzung innovativer Maßnahmen zu erleichtern;

  • Schlüsselkriterien und Bedingungen für die wirksame Umsetzung und Überwachung der politischen Maßnahmen zu ermitteln;

  • die Übertragbarkeit und Skalierbarkeit zu fördern.

Zielgruppe

Akteure aus der allgemeinen und beriuflichen Bildung aus öffentlichen und aus privaten Einrichtungen und Organisationen.

 

Förderfähige Aktionen

Die im Rahmen dieser Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen förderfähigen Maßnahmen müssen mindestens folgende Kriterien erfüllen:

  • Entwicklung von Feldversuchen für die Umsetzung innovativer Maßnahmen. Dabei ist auf eine stabile Beweisgrundlage und auf verlässliche Verfahren für Überwachung, Bewertung und Berichterstattung auf der Grundlage anerkannter methodischer Ansätze zu achten, die von einem kompetenten und erfahrenen Bewerter der Auswirkungen der politischen Maßnahmen nach Konsultierung der relevanten Projektpartner entwickelt werden. Dies beinhaltet unter anderem: Identifizierung und Auswahl der zu prüfenden Maßnahme(n), der Stichproben sowie der vorgesehenen Maßnahmenpakete; Festlegung der erwarteten Auswirkungen der Maßnahme in messbarer Form und Bewertung ihrer Relevanz hinsichtlich der erwarteten Ergebnisse unter anderem durch die eingehende Suche nach Beispielen für ähnliche politische Maßnahmen, die im In- oder Ausland durchgeführt wurden, Definition solider Methoden und Indikatoren zur Messung der Auswirkungen der untersuchten Maßnahme auf nationaler und europäischer Ebene.

  • Parallele Durchführung der Feldversuche in den verschiedenen an dem Projekt teilnehmenden Ländern unter Leitung der zuständigen Behörden (Ministerium oder vergleichbare Einrichtung). Es sollte eine ausreichend große Zahl von Organisationen/Einrichtungen beteiligt sein, um die für Repräsentativität erforderliche kritische Masse zu erreichen und eine solide Beweisgrundlage darzustellen.

  • Analyse und Bewertung: Effektivität, Effizienz und Auswirkungen der untersuchten Maßnahme sowie der Methodik der experimentellen Maßnahmen, der Bedingungen für die Skalierbarkeit und der länderübergreifenden Verbreitung der gezogenen Lehren sowie der bewährten Verfahren (kollegiales Lernen).

  • Sensibilisierung, Verbreitung und Nutzung des Projektkonzepts und der Ergebnisse auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene während der gesamten Laufzeit des Projekts und darüber hinaus sowie Förderung der Übertragbarkeit zwischen verschiedenen Sektoren, Systemen und politischen Strategien.
Prioritäten

Für diese Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen wurden folgende vorrangige Themen festgelegt:

  • Bewertung der bereichsübergreifenden Kompetenzen in der Grund- und Sekundarbildung;

  • praktische unternehmerische Erfahrungen in der Schule;

  • Kooperation bei innovativen Methoden für die schnelle und reibungslose akademische Anerkennung über Grenzen hinweg in der Hochschulbildung;

  • Senkung der Zahl von Erwachsenen mit niedrigem Ausbildungsstand;

  • Förderung des Aufbaus und der Internationalisierung von Freiwilligentätigkeiten für junge Menschen.

Dauer

Die Maßnahmen müssen zwischen dem 1. Dezember 2014 und dem 1. März 2015 beginnen.

Die Projektdauer muss zwischen 24 und 36 Monate betragen.

Antragsberechtigte

Der Begriff „Antragsteller“ bezeichnet alle Organisationen und Einrichtungen, die an der Einreichung eines Vorschlags teilnehmen, unabhängig von ihrer Rolle innerhalb des Projekts. Folgende Antragsteller gelten im Sinne dieser Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen als förderfähig:

a) Behörden (Ministerien oder vergleichbare Einrichtungen), die auf höchster Ebene für allgemeine und berufliche Bildung und Jugend im entsprechenden nationalen oder regionalen Kontext zuständig sind (die höchste Gliederungsebene bezieht sich auf die NUTS-Codes 1 oder 2; bei Ländern, in denen die NUTS-Codes 1 oder 2 nicht zur Verfügung stehen, ist der höchste vorhandene NUTS-Code zu verwenden ( 4 )). Behörden auf höchster Ebene, die für andere Bereiche als allgemeine und berufliche Bildung und Jugend zuständig sind (wie beispielsweise Beschäftigung, Finanzen, soziale Angelegenheiten, Gesundheit usw.), gelten als förderfähig, wenn sie in dem Bereich mit besonderen Kompetenzen ausgestattet sind, in dem die experimentellen Maßnahmen durchzuführen sind. Behörden können sich durch andere öffentliche oder private Organisationen sowie rechtmäßig niedergelassene Netzwerke oder Verbände öffentlicher Behörden vertreten lassen, sofern diese Übertragung schriftlich erfolgt und ausdrücklich auf den eingereichten Vorschlag verwiesen wird;

b) öffentliche oder private Organisationen oder Einrichtungen, die in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung oder Jugend tätig sind;

c) öffentliche oder private Organisationen oder Einrichtungen, die Tätigkeiten in Zusammenhang mit allgemeiner und beruflicher Bildung und/oder Jugend in anderen sozioökonomischen Bereichen ausführen (z. B. Anerkennungszentren, Handelskammern, Handelsorganisationen, kulturelle Organisationen, Evaluierungsstellen, Forschungseinrichtungen usw.).

Förderfähige Länder und Partner
  • die EU-Mitgliedsstaaten;
  • die EFTA-Staaten;
  • die Kandidatenländer Ehemaliige Republik Mazedonien und Türkei

EU-Zuschuss

Maximal 75% der förderfähigen Gesamtkosten des Projektes, maximal 2 Mio. EUR.

Antragsweg

Registrierung:

Alle Partner müssen sich zunächst einmalig in einem zentralen Portal der EU registrieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/education/participants/portal/desktop/en/home.html

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung einen "Personal Identification Code" (PIC). Dieser PIC wird bei einer Antragstellung im Rahmen von ERASMUS+ eingegeben und das Antragsformular übernimmt automatisch die hinterlegten Daten zur Einrichtung.

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei der Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel einzureichen. Weitere Bestimmungen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Fristen

Letzte Antragsfrist war der 14. April 2016, 12 Uhr (Brüsseler Ortszeit).

 

Anmerkungen

Quelle: Europäische Kommission Leitfaden ERASMUS+