ERASMUS+ Sport

Kooperationspartnerschaften

Ziele

Das Programm ERASMUS+ verfolgt im Sportbereich die nachstehenden spezifischen Ziele:

  • Bekämpfung grenzüberschreitender Bedrohungen für die Integrität des Sports, wie Doping, Spielabsprachen und Gewalt sowie jegliche Form von Intoleranz und Diskriminierung;

  • Förderung und Unterstützung von Good Governance im Sport und von dualen Karrieren von Sportlerinnen und Sportlern;

  • Unterstützung von Freiwilligentätigkeit im Sport, Förderung sozialer Inklusion und Chancengleichheit und Aufklärung über die Bedeutung gesundheitsfördernder körperlicher Betätigung durch Steigerung der Beteiligung an sportlichen Aktivitäten und durch gleichberechtigten Zugang zu sportlichen Aktivitäten für alle Menschen.
Zielgruppe

Sportler, Trainer, Vereine, Organisatoren, Freiwillige

Lokale, regionale, nationale öffentliche Behörden und Sportorganisationen

Zivilgesellschaftliche Organisationen

Förderfähige Aktionen

ERASMUS+ ermöglicht große Flexibilität bei Aktivitäten von Kooperationspartnerschaften, wenn aus dem jeweiligen Vorschlag ersichtlich ist, dass diese Aktivitäten am besten geeignet sind, die Projektziele zu erreichen. Kooperationspartnerschaften können eine breite Palette an Aktivitäten zum Gegenstand haben; z.B.:

  • Vernetzung wichtiger Akteure;
  • Ermittlung und Weitergabe bewährter Verfahren;
  • Entwicklung und Umsetzung von Fort-und Weiterbildungsmodulen;
  • Durchführung von Aktivitäten zur Stärkung der Kompetenz von Multiplikatoren im Bereich des Sports und zur Entwicklung von Aktivitäten zum Monitoring und zum Benchmarking von Indikatoren insbesondere hinsichtlich der Förderung von ethischem Verhalten und von Verhaltenskodizes bei Sportlern und Sportlerinnen;
  • Aktivitäten zur Aufklärung über die Bedeutung von Sport und körperlicher Betätigung für die persönliche, soziale und berufliche Entwicklung der betreffenden Personen;
  • Aktivitäten zur Erweiterung der Faktengrundlage für den Sport, um gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen bewältigen zu können (Sammlung von Daten sowie Befragungen, Konsultationen usw.);
  • Aktivitäten zur Förderung innovativer Synergien zwischen dem Sportbereich und den Bereichen Gesundheit, allgemeine und berufliche Bildung und Jugend;
  • Konferenzen, Seminare, Treffen, Veranstaltungen und Aufklärungsmaßnahmen zur Unterstützung der genannten Aktivitäten.

Prioritäten

Kooperationspartnerschaften sind vor allem innovative Projekte, mit denen die nachstehenden Ziele verfolgt werden:

  • Förderung der Beteiligung an Sport und körperlicher Betätigung, insbesondere durch die Unterstützung der Durchführung der Europäischen Woche des Sports;
  • Förderung der Beteiligung an Sport und körperlicher Betätigung, insbesondere durch die Unterstützung der Umsetzung der EU-Leitlinien für körperliche Aktivität;
  • Förderung von dualen Karrieren von Sportlerinnen und Sportlern, insbesondere durch die Umsetzung der EU-Leitlinien zu dualen Karrieren von Sportlerinnen und Sportlern;
  • Bekämpfung von Doping, insbesondere im Freizeitbereich;
  • Bekämpfung von Spielabsprachen, insbesondere durch die Unterstützung zur Vorbeugung, Sensibilisierung und Zusammenarbeit der entsprechenden Akteure;
  • Unterstützung von Freiwilligentätigkeit im Sport;
  • Förderung von pädagogischen und innovativen Konzepten zur Bekämpfung von Gewalt, Rassismus,Diskriminierung und Intoleranz im Sport;
  • Verbesserung der Good Governance im Sport;
  • Förderung der sozialen Integration und Chancengleichheit im Sport durch Unterstützung der Einführung von EU-Strategien, insbesondere der EU-Gleichstellungsstrategie und der Europäischen Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen.

Dauer

9 Monate bis 2 Jahre; die Dauer muss bei der Antragstellung je nach Projektziel und Art der im betreffenden Zeitraum geplanten Aktivitäten angeben werden.

Antragsberechtigte

An einer Kooperationspartnerschaft können beliebige gemeinnützige Organisationen oder öffentliche Organisationen aus einem Programmland oder einem beliebigen Partnerland weltweit beteiligt sein:

  • für den Sportbereich zuständige lokale, regionale oder nationale öffentliche Stellen,
  • Nationale Olympische Komitees oder nationale Sportverbände,
  • lokale, regionale, nationale, europäische oder internationale Sportorganisationen,
  • nationale Sportligen,
  • Sportvereine,
  • Organisationen oder Vereinigungen, die Sportler vertreten,
  • Organisationen oder Vereinigungen, die hauptamtlich Tätige und Freiwillige im Bereich des Sports (z.B. Trainer oder Manager) vertreten,
  • Organisationen, die die Initiative „Sport für alle“ vertreten,
  • Organisationen zur Förderung körperlicher Aktivität, Organisationen für aktive Freizeitgestaltung und
  • Organisationen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend.

Förderfähige Länder und Partner

Kooperationspartnerschaften sind länderübergreifende Partnerschaften, an denen mindestens fünf Organisationen aus drei unterschiedlichen Programmländern beteiligt sein müssen. Zum Zeitpunkt der Antragstellung müssen alle teilnehmenden Organisationen benannt werden.

Programmländer:

Die 28 EU-Mitgliedstaaten

Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Türkei

Partnerländer:

Afghanistan, Andorra, Angola, Antigua und Barbuda, Äquatorial-Guinea, Argentinien, Äthiopien, Australien, Bahamas, Bahrain, Bangladesch, Barbados, Belize, Benin, Bhutan, Bolivien, Botswana, Brunei, Brasilien, Burkina Faso, Burundi, Chile, China, Cookinseln, Costa Rica, Dominica, Dominikanische Republik, Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Elfenbeinküste, Eritrea, Fidschi, Gabun, Gambia, Ghana, Grenada, Guatemala, Guinea (Republik), Guinea-Bissau, Guyana, Haiti, Honduras, Hongkong, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Jamaica, Jemen, Kambodscha, Kamerun, Kanada, Kap Verde, Kasachstan, Katar, Kenia, Kirgisistan, Kiribati, Kolumbien, Komoren, Kongo (Brazzaville), Kongo (Kinshasa), Korea (Demokratische Volksrepublik), Korea (Republik), Kuba, Kuwait, Laos, Lesotho, Liberia, Macao, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Marshallinseln, Mauretanien, Mauritius, Mexiko, Mikronesien, Monaco, Mongolei, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nauru, Nepal, Neuseeland, Nicaragua, Niger, Nigeria, Niue, Oman, Osttimor, Pakistan, Palau, Panama, Papua Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen, Ruanda, Salomonen, Sambia, Samoa, San Marino, São Tomé und Principe, Saudi-Arabien, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Singapur, Somalia, Sri Lanka, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, St. Kitts und Nevis, Südafrika, Sudan, Surinam, Swasiland, Tadschikistan, Taiwan, Tansania, Thailand, Togo, Tonga, Trinidad und Tobago, Tschad, Tunesien, Turkmenistan, Tuvalu, Uganda, Uruguay, Usbekistan, Vanuatu, Vatikanstaat, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam, Zentralafrikanische Republik

EU-Zuschuss

Maximale Finanzhilfe: 500.000 EUR, maximal 80% der förderfähigen Kosten.

Antragsweg

Registrierung:

Alle Partner müssen sich zunächst einmalig in einem zentralen Portal der EU registrieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/education/participants/portal/desktop/en/home.html

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung einen "Personal Identification Code" (PIC). Dieser PIC wird bei einer Antragstellung im Rahmen von ERASMUS+ eingegeben und das Antragsformular übernimmt automatisch die hinterlegten Daten zur Einrichtung.

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei der Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel einzureichen. Weitere Bestimmungen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Fristen

Nächste Antragsfrist ist der 06. April 2017, 12.00 Uhr (Brüsseler Zeit)

Anmerkungen

Quelle: Europäische Kommission – ERASMUS+ Leitfaden