ERASMUS+ Jugend

Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft

Ziele

Allgemeine Ziele:

Diese Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zielt darauf ab, strukturelle Unterstützung in der Form eines Betriebskostenzuschuss an europäischen Nichtregierungsorganisationen (ENRO) und an EU-weiten Netzwerken zu vergeben, die im Bereich der Jugend tätig sind und eines oder mehrere der folgenden Ziele verfolgen:

  • Sensibilisierung der Akteure für die europäische politische Tagesordnungen auf den Gebieten allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, insbesondere Europa 2020, die Strategie „Allgemeine und berufliche Bildung 2020“ („ET 2020“), die EU-Strategie für die Jugend und andere sektorspezifische politische Agenden;
  • Steigerung des Engagements der Akteure und Zusammenarbeit mit Behörden bei der Umsetzung der Strategien und Reformen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend, insbesondere der länderspezifischen Empfehlungen, die im Rahmen des „Europäischen Semesters“ abgegeben werden;
  • Förderung der Beteiligung der Akteure auf den Gebieten allgemeine und berufliche Bildung und Jugend;
  • Steigerung des Engagements der Akteure bei der Verbreitung von politischen und Programmaktivitäten und -ergebnissen sowie von bewährten Verfahren unter ihren Mitgliedern.


Spezifische Ziele:

  • die Beschäftigungsfähigkeit Jugendlicher zu fördern, insbesondere über Aktivitäten, die den Erwerb von Fähigkeiten und Kompetenzen über die nicht formale Bildung fördern;
  • die Befähigung, Stärkung und Aktivierung von Jugendlichen in der Gesellschaft sowie ihre Teilnahme an Entscheidungsprozessen zu fördern;
  • zur persönlichen, sozialpädagogischen und beruflichen Entwicklung junger Menschen in Europa beizutragen;
  • einen Beitrag zur Entwicklung der Jugendarbeit auf europäischer, nationaler, regionaler oder lokaler Ebene zu leisten;
  • zur Debatte über bzw. zur Entwicklung von politischen Fragen beizutragen, die Jugendliche und Jugendorganisationen auf europäischer, nationaler, regionaler oder lokaler Ebene betreffen;
  • das interkulturelle Lernen, die Achtung der Vielfalt und der Werte Solidarität, Chancengleichheit und Menschenrechte unter Jugendlichen in Europa zu fördern;
  • benachteiligte junge Menschen in die Gesellschaft einzugliedern.

Zielgruppe

Organisationen aus dem Bereich Jugendpolitik:

  • Europäische Nicht-Regierungs-Organisationen (ENRO);

  • EU-weite Netzwerke.
Förderfähige Aktionen

Förderfähige Aktivitäten müssen in unmittelbarem Zusammenhang mit den allgemeinen und spezifischen Zielen dieser Aufforderung stehen und in einem Jahresarbeitsprogramm niedergelegt sein.

Dies sind insbesondere:

  • auf Jugendliche und junge Arbeitnehmer ausgerichtete nicht formale und informelle Lern- und Aktivitätsprogramme;
  • Aktivitäten für die qualitative Weiterentwicklung der Jugendarbeit;
  • Aktivitäten für die Entwicklung und Förderung von Instrumenten für Anerkennung und Transparenz im Bereich Jugend;
  • Seminare, Sitzungen, Workshops, Anhörungen oder Debatten für Jugendliche über Jugendpolitik und/oder europäische Angelegenheiten;
  • Anhörungen von Jugendlichen, die in den strukturierten Dialog im Bereich Jugend einfließen; Leben;
  • Aktivitäten zur Förderung des interkulturellen Lernens und Verständnisses in Europa; Medien- und Kommunikationsaktivitäten und -werkzeuge zu Jugend- und europäischen Fragen.

Dauer

Diese Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen bietet die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen auf eine 3-jährige Partnerschaftsrahmenvereinbarung oder auf einen jährlichen Betriebskostenzuschuss.

Antragsberechtigte

Kategorie 1: Eine europäische Nichtregierungsorganisation (ENRO) muss:

  • im Rahmen einer offiziell anerkannten Struktur tätig sein, die aus a) einer/einem europäischen Einrichtung/Sekretariat (der Antragsteller), die/das zum Zeitpunkt der Einreichung des Antrags seit mindestens einem Jahr in einem der Programmländer rechtmäßig niedergelassen ist, sowie aus b) nationalen Organisationen/Niederlassungen in mindestens zwölf Programmländern besteht, die mit der europäischen Einrichtung bzw. dem europäischen Sekretariat eine rechtliche Verbindung haben;
  • im Bereich Jugend tätig sein und Aktivitäten ausüben, die der Umsetzung der Aktionsbereiche der EU-Strategie für die Jugend förderlich sind;
  • Jugendliche in die Verwaltung und Führung der Organisation einbinden.

Kategorie 2: Ein EU-weites Netzwerk (informelles Netzwerk) muss:

  • aus rechtlich selbständigen Organisationen ohne Erwerbszweck bestehen, die im Bereich Jugend tätig sind und Aktivitäten ausüben, die der Umsetzung der Aktionsbereiche der EU-Strategie für die Jugend förderlich sind;
  • im Rahmen einer informellen Verwaltungsstruktur tätig sein, die aus a) einer Organisation, die zum Zeitpunkt der Einreichung des Antrags seit mindestens einem Jahr in einem der Programmländer rechtmäßig niedergelassen ist und Koordinations- und Unterstützungsfunktionen für das Netzwerk auf europäischer Ebene wahrnimmt (der Antragsteller) sowie aus b) anderen Organisationen besteht, die in mindestens zwölf Programmländern niedergelassen sind;
  • Jugendliche in die Verwaltung und Führung des Netzwerks einbinden.
Förderfähige Länder und Partner

EU-Mitgliedstaaten;

die Staaten der Europäischen Freihandelszone (EFTA): Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Schweizerische Eidgenossenschaft vorbehaltlich des Abschlusses eines bilateralen Übereinkommens mit diesem Land;

Kandidatenländer, die im Rahmen einer Heranführungsstrategie auf den Beitritt vorbereitet werden, gemäß den allgemeinen Grundsätzen und den allgemeinen Bedingungen und Modalitäten der Rahmenabkommen, die mit diesen Ländern im Hinblick auf ihre Teilnahme an den EU-Programmen geschlossen werden: ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und die Türkei.

EU-Zuschuss

Für beide Kategorien (ENRO und EU-weite Netzwerke):

  • max. 125.000 EUR pro Jahr;
  • der EU-Zuschuss ist auf max. 80 % der förderfähigen Gesamtkosten beschränkt.

Antragsweg

Registrierung:

Alle Partner müssen sich zunächst einmalig in einem zentralen Portal der EU registrieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/education/participants/portal/desktop/en/home.html

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung einen "Personal Identification Code" (PIC). Dieser PIC wird bei einer Antragstellung im Rahmen von ERASMUS+ eingegeben und das Antragsformular übernimmt automatisch die hinterlegten Daten zur Einrichtung.

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei der Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel einzureichen. Weitere Bestimmungen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Es ist zu beachten, dass eine Organisation im Rahmen dieser Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen keinen Betriebskostenzuschuss im Bereich allgemeine und berufliche Bildung stellen kann.

Eine Organisation kann nur einen Antrag stellen, und zwar entweder auf eine Partnerschaftsrahmenvereinbarung oder auf einen Jährlichen Betriebskostenzuschuss.

Es ist ferner zu beachten, dass eine Organisation im Rahmen dieser Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen keinen Betriebskostenzuschuss im Bereich allgemeine und berufliche Bildung stellen kann.

Fristen

Letzte Antragsfrist war der 26. November 2014, 12.00 Uhr (Brüsseler Ortszeit).

 

 

Anmerkungen

Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union