ERASMUS+ Jugend

Kapazitätenausbau

Ziele

ERASMUS+ formuliert folgende Ziele:

  • Förderung der Zusammenarbeit und des Austauschs im Bereich Jugend zwischen Programmländern und Partnerländern aus unterschiedlichen Regionen der Welt;

  • Verbesserung der Qualität und der Anerkennung von Jugendarbeit, nichtformalem Lernen und Freiwilligenarbeit in Partnerländern und Förderung der Synergien und ergänzenden Wirkungen mit anderen Systemen im Bildungsbereich sowie mit dem Arbeitsmarkt und der Gesellschaft;

  • Förderung der Entwicklung, Prüfung und Einführung von Regelungen und Programmen zur Unterstützung der Mobilität im Zusammenhang mit nichtformalem Lernen auf regionaler Ebene (weltweit gleichermaßen innerhalb verschiedener Regionen und überregional);

  • Unterstützung von länderübergreifender nichtformaler Lernmobilität zwischen Programm-und Partnerländern, insbesondere für junge Menschen mit geringeren Möglichkeiten, zur Verbesserung der Kompetenzen der Teilnehmer und zur Förderung ihrer aktiven Teilhabe an der Gesellschaft.

Zielgruppe

Junge Menschen im Alter von 13-30 Jahren (Jugendaustausch)

Junge Menschen im Alter von 17 bis 30 Jahren (Europäischer Freiwilligendienst)

Jugendarbeiter (Mobilität)

Förderfähige Aktionen

Im Rahmen eines Projekts zum Kapazitätsaufbau können zahlreiche Aktivitäten durchgeführt werden, wenn im betreffenden Vorschlag nachgewiesen wird, dass diese Aktivitäten jeweils am besten geeignet sind, um die angestrebten Projektziele zu erreichen; dies gilt z.B. für Aktivitäten zur Förderung des politischen Dialogs, der Zusammenarbeit und der Vernetzung sowie zur Unterstützung des Austauschs über Verhaltensweisen im Bereich Jugend (Seminare, Konferenzen, Workshops und Treffen);

  • Großereignisse im Jugendbereich;

  • Informations-und Sensibilisierungskampagnen;

  • die Entwicklung von Informations-, Kommunikations-und Medieninstrumenten;

  • die Entwicklung von Methoden, Instrumenten, Materialien und Curricula im Bereich der Jugendarbeit sowie von Ausbildungsmodulen und Dokumentationsinstrumenten (z.B. Jugendpass/Youth Pass);

  • die Entwicklung neuer Formen der Jugendarbeit und Vermittlung von Bildungs-und Förderangeboten, insbesondere durch freie und flexible Lernmaterialien, virtuelle Zusammenarbeit und freie Lehr-und Lernmaterialien. Im Rahmen von Projekten zum Kapazitätsaufbau können auch die folgenden Mobilitätsaktivitäten organisiert werden, wenn sie im Hinblick auf die Verwirklichung der Projektziele mit einem Mehrwert verbunden sind:

  • Jugendaustausch zwischen Programmländern und förderfähigen Partnerländern;

  • Europäischer Freiwilligendienst unter Entsendung von Teilnehmern in förderfähige Partnerländer bzw. unter Aufnahme von Teilnehmern aus förderfähigen Partnerländern;

  • Mobilität von Jugendarbeitern zwischen Programmländern und förderfähigen Partnerländern(d.h. Beteiligung von Jugendarbeitern an Seminaren, Schulungen, Kontaktveranstaltungen, Studienaufenthalten im Ausland; Hospitationen im Ausland in Organisationen im Bereich der Jugendarbeit.

Prioritäten

Kapazitätsaufbauprojekte sollten Aktivitäten durchführen, die folgende Anforderungen erfüllen:

  • sie fördern die strategische Zusammenarbeit zwischen Jugendorganisationen einerseits und öffentlichen Stellen in Partnerländern andererseits;

  • sie unterstützen die Zusammenarbeit zwischen Jugendorganisationen und Organisationen im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie die Zusammenarbeit mit Vertretern der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts;

  • sie verbessern die Kapazitäten von Jugendbeiräten, Jugendplattformen und lokalen, regionalen und nationalen Behörden, die sich in den Partnerländern mit Jugendangelegenheiten beschäftigen;

    sie tragen zur Verbesserung der Verwaltung, Governance und Innovationsfähigkeit von Jugendorganisationen in Partnerländern bei;sie tragen zur Einführung, Prüfung und Durchführung beispielsweise der folgenden Instrumente und Methoden der Jugendarbeit bei:

  • Instrumente und Methoden für die sozioprofessionelle Entwicklung von Jugendarbeitern und Ausbildern;

  • nichtformale Lernmethoden, insbesondere zur Förderung des Erwerbs und der Verbesserung von Kompetenzen einschließlich der Medienkompetenz;

  • sie unterstützen die Entwicklung neuer Formen praktischer Ausbildungsprogramme und die Simulation von Fallbeispielen aus der Gesellschaft; sie fördern neue Formen der Jugendarbeit, insbesondere die strategische Nutzung offener und flexibler Lernkonzepte, virtuelle Mobilität, freie Lehr-und Lernmaterialien und eine bessere Nutzung der Potenziale von IKT;

  • Kooperations-, Vernetzungs-und Peer-Learning-Aktivitäten zur Förderung effizienter Verwaltung, Internationalisierung und Leitung von Organisationen im Bereich der Jugendarbeit.

Dauer

9 Monate bis 2 Jahre; die Dauer muss bei der Antragstellung je nach Projektziel und Art der im betreffenden Zeitraum geplanten Aktivitäten angeben werden.

Antragsberechtigte

Gemeinnützige Organisationen, Verbände, NROs (einschließlich europäischer NROs im Jugendbereich:

  • nationale Jugendbeiräte;

  • lokale, regionale oder nationale öffentliche Stellen, die in einem Programmland ansässig sind, können im Namen aller an dem Projekt teilnehmenden Organisationen einen Antrag stellen. Sonstige Organisationen können nur als Partner einbezogen werden;

  • Die Antragsteller müssen – bei Ablauf der festgelegten Fristen für die Einreichung der Vorschläge – seit mindesten seinem Jahr gemäß den einschlägigen gesetzlichen Regelungen registriert sein. Kapazitätsaufbauprojekte sind länderübergreifende Projekte, an denen mindestens drei Organisationen aus drei unterschiedlichen Ländern beteiligt sein müssen, von denen mindestens eines ein Programmland und eines ein förderfähiges Partnerland sein muss.

Förderfähige Länder und Partner

Programmländer:

Die 28 EU-Mitgliedstaaten;

Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, Schweiz, Türkei;

Partnerländer:

Afghanistan, Andorra, Angola, Antigua und Barbuda, Äquatorial-Guinea, Argentinien, Äthiopien, Australien, Bahamas, Bahrain, Bangladesch, Barbados, Belize, Benin, Bhutan, Bolivien, Botswana, Brunei, Brasilien, Burkina Faso, Burundi, Chile, China, Cookinseln, Costa Rica, Dominica, Dominikanische Republik, Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Elfenbeinküste, Eritrea, Fidschi, Gabun, Gambia, Ghana, Grenada, Guatemala, Guinea (Republik), Guinea-Bissau, Guyana, Haiti, Honduras, Hongkong, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Jamaica, Jemen, Kambodscha, Kamerun, Kanada, Kap Verde, Kasachstan, Katar, Kenia, Kirgisistan, Kiribati, Kolumbien, Komoren, Kongo (Brazzaville), Kongo (Kinshasa), Korea (Demokratische Volksrepublik), Korea (Republik), Kuba, Kuwait, Laos, Lesotho, Liberia, Macao, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Marshallinseln, Mauretanien, Mauritius, Mexiko, Mikronesien, Monaco, Mongolei, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nauru, Nepal, Neuseeland, Nicaragua, Niger, Nigeria, Niue, Oman, Osttimor, Pakistan, Palau, Panama, Papua Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen, Ruanda, Salomonen, Sambia, Samoa, San Marino, São Tomé und Principe, Saudi-Arabien, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Singapur, Somalia, Sri Lanka, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, St. Kitts und Nevis, Südafrika, Sudan, Surinam, Swasiland, Tadschikistan, Taiwan, Tansania, Thailand, Togo, Tonga, Trinidad und Tobago, Tschad, Tunesien, Turkmenistan, Tuvalu, Uganda, Uruguay, Usbekistan, Vanuatu, Vatikanstaat, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam, Zentralafrikanische Republik.

EU-Zuschuss

Die maximale Finanzhilfe für ein Projekt zum Kapazitätsaufbau beträgt 150.000 EUR

Antragsweg

Registrierung:

Alle Partner müssen sich zunächst einmalig in einem zentralen Portal der EU registrieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/education/participants/portal/desktop/en/home.html

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung einen "Personal Identification Code" (PIC). Dieser PIC wird bei einer Antragstellung im Rahmen von ERASMUS+ eingegeben und das Antragsformular übernimmt automatisch die hinterlegten Daten zur Einrichtung.

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei der Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel einzureichen. Weitere Bestimmungen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Fristen

Nächste Antragsfrist ist der 08. März 2017, 12.00 Uhr (Brüsseler Ortszeit)

 

Anmerkungen

Quelle: Europäische Kommission, Leitfaden ERASMUS+.