ERASMUS+ Jugend

EFD Europäischer Freiwilligendienst - Grossveranstaltungen

Ziele
  • Verbesserung der Schlüsselkompetenzen und -fertigkeiten junger Menschen, einschließlich junger Menschen mit geringeren Möglichkeiten, sowie Förderung der Beteiligung am demokratischen Leben in Europa und am Arbeitsmarkt, Förderung aktiven Bürgersinns und des interkulturellen Dialogs sowie von sozialer Integration und Solidarität, insbesondere durch mehr Angebote zur Unterstützung der Lernmobilität von jungen Menschen, in der Jugendarbeit oder in Jugendorganisationen tätigen Personen und Jugendleitern und durch Stärkung der Verbindungen zwischen dem Jugendbereich und dem Arbeitsmarkt;
  • Förderung von Qualitätsverbesserungen in der Jugendarbeit, insbesondere durch verstärkte Zusammenarbeit zwischen den im Jugendbereich tätigen Organisationen und/oder anderen Beteiligten;
  • Ergänzung der politischen Reformen im Jugendbereich auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene und Förderung der Entwicklung einer wissens-und evidenzbasierten Jugendpolitik sowie der Anerkennung nicht-formalen und informellen Lernens, insbesondere durch eine verbesserte politische Zusammenarbeit, die bessere Nutzung der Transparenz-und Anerkennungsinstrumente der EU und die Verbreitung bewährter Verfahren;
  • Stärkung der internationalen Dimension der Aktivitäten im Jugendbereich und der Funktion von Jugendarbeitern und Jugendorganisationen als unterstützende Strukturen für junge Menschen in Verbindung mit dem auswärtigen Handeln der EU, insbesondere durch die Förderung von Mobilität und Zusammenarbeit von Akteuren aus Programm-und Partnerländern mit internationalen Organisationen und durch gezielten Kapazitätsaufbau in Partnerländern.

Zielgruppe

Junge Menschen im Alter von 17 bis 30 Jahren.

Förderfähige Aktionen

Im Rahmen dieser Aktion werden Freiwilligen-Projekte (mit mindestens 30 EFD-Freiwilligen) im Rahmen europäischer oder weltweiter Veranstaltungen in den Bereichen Jugend, Kultur und Sport (Weltjugendtag, Europäische Kulturhauptstädte, Europäische Jugendhauptstädte, europäische Sportwettkämpfe usw.) unterstützt. Bei den unterstützten Projekten werden die folgenden Phasen unterschieden:

  • Vorbereitung (praktische Regelungen, Auswahl der Teilnehmer, sprachliche/interkulturelle/aufgabenbezogene Vorbereitung der Teilnehmer vor der Abreise);

  • Durchführung der EFD-Aktivitäten und der ergänzenden Aktivitäten;

  • Nachbereitung (Bewertung der EFD-Aktivitäten und gegebenenfalls formale Anerkennung der von den Teilnehmern während der Aktivitäten erzielten Lernergebnisse sowie Verbreitung und Nutzung der Projektergebnisse).


Neben den eigentlichen EFD-Aktivitäten können auch Nebenveranstaltungen (z.B. Konferenzen, Seminare, Treffen und Workshops) Gegenstand einer EFD-Aktivität im Rahmen eines Großereignisses sein.

Ein EFD-Projekt im Rahmen eines Großereignisses muss in einem Programmland durchgeführt werden, in dem das europäische/internationale Ereignis im Bereich Jugend, Kultur oder Sport stattfindet.

Prioritäten

Es haben Projekte Vorrang, die sich auf mindestens eine der folgenden politischen Prioritäten beziehen:

  • Förderung der sozialen Integration und des Wohlbefindens junger Menschen, insbesondere durch Projekte zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit (und durch Projekte für eine verstärkte Beteiligung junger Menschen an dem Programm);
  • Förderung gesünderer Verhaltensweisen, insbesondere durch Aktivitäten im Freien und durch Breitensport, um sowohl einen gesünderen Lebensstil als auch die soziale Integration zu begünstigen und die aktive Teilhabe junger Menschen an der Gesellschaft zu unterstützen;
  • verstärkte Aufklärung über die Unionsbürgerschaft und die damit verbundenen Rechte und Förderung der aktiven Beteiligung junger Menschen an europapolitischen Entscheidungen;
  • einen besonderen Schwerpunkt bilden Projekte zur Förderung der Teilnahme an der Europawahl 2014, um junge Menschen zu einem Verhalten als informierte Bürger zu befähigen;
  • Entwicklung von Basis-und Querschnittskompetenzen wie z.B. unternehmerische Initiative, digitale Kompetenzen und Mehrsprachigkeit im Bereich Jugend, Nutzung innovativer und lernerzentrierter pädagogischer Konzepte und Entwicklung geeigneter Bewertungs-und Zertifizierungsmethoden auf der Grundlage der Lernziele;
  • Verbesserung der Einbeziehung von Informations-und Kommunikationstechnologien (IKT) in der Jugendarbeit und beim nicht-formalen Lernen durch Unterstützung von Lernressourcen und Förderung des Zugangs zu freien Lehr-und Lernmaterialien (OER) im Jugendbereich, durch Unterstützung IKT-gestützter Unterrichtskonzepte und Bewertungsverfahren und Förderung der Transparenz der Rechte und Pflichten von Nutzern und Entwicklern digitaler Inhalte;
  • Förderung einer stärkeren Kohärenz zwischen verschiedenen Transparenz-und Anerkennungsinstrumenten auf EU-Ebene und auf nationaler Ebene, um sicherzustellen, dass Kompetenzen und Abschlüsse auch grenzüberschreitend leichter anerkannt werden können.

Dauer

  • Projektdauer: 3-12 Monate;

  • Der Freiwilligendienst kann 14 Tage bis 2 Monate (ohne Reisezeiten) dauern.

Antragsberechtigte

  • Beliebige in einem Programmland ansässige öffentliche oder private Organisationen, die unmittelbar an der Vorbereitung einer europäischen/internationalen Veranstaltung in den Bereichen Jugend, Kultur oder Sport beteiligt sind oder eine förmliche schriftliche Kooperationsvereinbarung mit den Veranstaltern getroffen haben;

  • Einzelpersonen können keinen Finanzhilfeantrag stellen.

Förderfähige Länder und Partner

34 Programmländer:

28 EU-Mitgliedsstaaten

EFTA/EWR-Länder Island, Liechtenstein, Norwegen

EU-Kandidatenländer: Türkei, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien

Benachbarte Partnerländer (Regionen 1-4):

Westlicher Balkan (Region 1):

Albanien, Bosnien Herzegowina, Kosovo (unter UNSC Resolution 1244/1999), Montenegro, Serbien

Länder der Östlichen Partnerschaft (Region 2):

Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, Ukraine, Weißrussland.

Südlicher Mittelmeerraum (Region 3):

Ägypten, Algerien, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Syrien, Tunesien, Palästina.

Russische Föderation (Region 4)

EU-Zuschuss

Förderfähige Kosten umfassen Pauschalbeträge für

  • Reisekosten;
  • Organisatorische Unterstützung, d.h. alle Kosten, die unmittelbar mit der Durchführung des Projekts in Zusammenhang stehen (außer den Aufenthaltskosten der Teilnehmer);
  • Individuelle Unterstützung, d.h. alle Kosten, die unmittelbar mit dem Aufenthalt der Teilnehmer während der Aktivität in Zusammenhang stehen;
  • Unterstützung bei besonderem Bedarf, d.h. zusätzliche Kosten, die unmittelbar mit Aufwendungen für behinderte Teilnehmer im Zusammenhang stehen;
  • Sonderkosten, d.h. Kosten für zusätzlichen Aufwand für Freiwillige mit geringeren Möglichkeiten Gebühren und sonstige Kosten in Verbindung mit der Erteilung von Visa, Aufenthaltsgenehmigungen und Impfungen.

Darüber hinaus können Ausgaben für ergänzende Aktivitäten im Rahmen eines Großereignisses können bis max. 80% der förderfähigen Kosten bezuschusst werden.

Die maximale Finanzhilfe pro EFD-Aktivität im Rahmen einer Großveranstaltung                     beträgt 200.000 EUR.

Antragsweg

Registrierung:

Alle Partner müssen sich zunächst einmalig in einem zentralen Portal der EU registrieren. Der Link lautet:

http://ec.europa.eu/education/participants/portal/desktop/en/home.html

Am Ende der Registrierung erhält die Einrichtung einen "Personal Identification Code" (PIC). Dieser PIC wird bei einer Antragstellung im Rahmen von ERASMUS+ eingegeben und das Antragsformular übernimmt automatisch die hinterlegten Daten zur Einrichtung.

Antragstellung:

Anträge sind elektronisch bei der Nationalagentur "Jugend für Europa" einzureichen. Weitere Bestimmungen sind der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Fristen

Nächste Antragsfrist ist der 05.04.2017, 12.00 Uhr (Brüssler Zeit).

 

Anmerkungen

Quelle: Europäische Kommission Leitfaden ERASMUS+